Amos Oz
Wo die Schakale heulen - Erzählungen

Aus dem Hebräischen von Mirjam Pressler
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Erschienen: 12.03.2018
Gebunden, 319 Seiten
ISBN: 978-3-518-42594-7
Auch als eBook erhältlich

Amos Oz' erste Veröffentlichung, zum ersten Mal in deutscher Übersetzung

 

Inhalt

Als Autor trat Amos Oz auf ihn bezeichnende Weise zum ersten Mal 1961 an die Öffentlichkeit, mit einem politischen Essay sowie einer Erzählung. Es folgten mehr als zwanzig Romane, Erzählsammlungen und Essaybände. In Wo die Schakale heulen, seiner ersten Buchpublikation aus dem Jahre 1965, acht Erzählungen, die erstmals in deutscher Übersetzung vorliegen, ist in exemplarischer Weise mitzuerleben, wie Oz zu dem Schriftsteller geworden ist, der er ist.

In den Erzählungen sind alle den Autor prägenden Themen bereits versammelt: Der eminent politische Oz erzählt vom Kibbutzalltag in feindlicher Umgebung. Dabei zeigt sich: Politische Gegebenheiten sind äußerst wichtig für das individuelle und kollektive Handeln. Im Heulen der Schakale jenseits der Zäune ist der israelisch-palästinensische Konflikt präsent. Das Außen, die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, erklärt jedoch nicht hinreichend das Verhalten der Einzelnen: Es hängt im gleichen Maße ab von den Traditionen, den Phantasien, dem Glauben. Auch in den frühesten Erzählungen erweist Amos Oz sich als Meister im Verfolg der luzidesten Regungen seiner Personen, die sich auf keinen vorgefassten Begriff bringen lassen. Hier haben die traumhaft-utopischen Aspekte seiner Bücher ihren Ursprung – auch wenn die Hoffnungen von Autor und Protagonisten auf politischer wie individueller Ebene nie in Erfüllung gehen.

Aus dem Buch

»Und innen, im innersten der Kreise, im Herzen unserer erleuchteten Welt, dort steht Sashkas Schreibtisch. Die Tischlampe spendet ihr kreisrundes Licht und vertreibt die Schatten von den Papierstapeln. Der Stift in seiner Hand bewegt sich hin und her und die Worte nehmen Gestalt an.«

Pressestimmen

»Beim Lesen der Erzählungen ... wird man Zeuge wie Amos Oz eine Sprache sucht, wie ein Schriftsteller zu seinem Stil findet. Da ist das sanfte, behutsame Zeichnen der Charaktere, die andeutungsvolle, dichte Sprache, eine fast leichtfüßige Poesie der Beiläufigkeit – und zugleich sind da dämonenhafte Schattierungen, die schlichte Beobachtungen brechen, wie das Flimmern und Flackern eines beschädigten Films.«

Leander F. Badura, der Freitag

»Wo die Schakale heulen versammelt zum ersten Mal die frühen Erzählungen auf Deutsch ... Man würde sie Jugendwerke nennen, wären Form und Sujets nicht von erstaunlicher Reife und Abgründigkeit. Kaum vorstellbar, dass sie ein Mann um die zwanzig geschrieben hat. Aber es war eben nicht irgendein junger Mann – schon damals war er der Schriftsteller Amoz Oz.«

Meike Fessmann, Süddeutsche Zeitung

»Es ist eine glückliche Entscheidung, die beiden Bände [Liebe Fanatiker und Wo die Schakale heulen] gemeinsam erscheinen zu lassen, denn sie kommentieren sich wechselseitig, über die Jahrzehnte und Textsorten hinweg.«

Stefan Gärtner, junge Welt

»Beeindruckend ist die Sprachkraft dieser Prosa.«

Tobias Schwartz, taz. die tageszeitung

»Für einen noch nicht Dreißigjährigen ist es ein bemerkenswert erfahrenes Buch.«

Georg Leisten, Südwest Presse

»Es scheint hier schon ein Autor von Weltrang durch, der dabei stets aufmerksam und kritisch die Entwicklungen seines Landes und seiner Menschen literarisch verarbeitet.«

Kevin Zdiara, Darmstädter Echo

»Großartige Schilderungen der Natur, knappe Dialoge, mit kraftvollen Strichen gezeichnete Charaktere, ständig wechselnde Erzählhaltungen – diese spätexpressionistische Prosa ist der Rohdiamant aus dem Amos Oz schließlich sein großartiges Erzählwerk geschliffen hat.«

Carsten Hueck, Deutschlandfunk Kultur

»Wo die Schakale heulen war das erste Buch des israelischen Schriftstellers ... dieser Band mit den zehn Erzählungen, jetzt erstmals übersetzt, beweist: Er war sofort groß, sagenhaft ist das.«

Peter Pisa, Kurier

»Im Mikrokosmos des Kibbuz hat Amos Oz, wie man erkennen kann, seine Lehrjahre verbracht, mit seinen ersten Erzählungen hat er dort ein bravouröses Gesellenstück geliefert.«

Anita Pollak, WINA April 2018

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