Quo vadis, Welt? – Suhrkamp espresso #24

Wie leben wir heute, wie wollen wir morgen leben? Wie werden wir durch die reale und die digitale Welt beeinflusst? Und welchen Einfluss hat unser Verhalten auf die Welt von morgen?

In Paradise City entwirft Zoë Beck ein wirklichkeitsnahes Zukunftsszenario, in dem die Bevölkerungszahl durch eine Pandemie dezimiert wurde und das gesamte Leben von Algorithmen gesteuert wird. Allen geht es gut – solange keine Fragen gestellt werden. Denn Freiheit ist der Preis, den die Menschen in dem Thriller bereit sind zu zahlen, um ein bequemes Leben zu führen. Marius Goldhorn erzählt in seinem Debütroman Park von einer Reise durch Europa, von einer rastlosen Generation, für die das Virtuelle genauso nah ist wie die Realität – und von einem Protagonisten, der gerade deshalb umso deutlicher spürt, dass es da noch mehr geben muss. In Die verwundbare Welt zeigt Nick Bostrom düstere Zukunftsbilder auf: Er entwickelt in mehreren Hypothesen plausible Szenarien, in denen sich die Menschheit durch die Errungenschaften des technischen Fortschritts eines Tages selbst auslöschen wird, wenn nicht rechtzeitig Gegenmaßnahmen getroffen werden – hierfür gibt der Autor mögliche Problemlösungsstrategien an die Hand. Der Roman Abschied von Atocha von Ben Lerner, erschienen 2015 im Rowohlt Verlag, beschreibt einen jungen Künstler in der schönen neuen Welt von Globalisierung und ironischer Lebenshaltung. Lerner erzählt, wie wir mit Sprache umgehen und wie wir uns selbst und andere in dieser Welt verstehen können.