»Brücke Berlin« Literatur- und Übersetzerpreis 2020

24.06.2020

Maria Stepanova und ihre Übersetzerin Olga Radetzkaja erhalten für Nach dem Gedächtnis den mit 20.000 Euro dotieren »Brücke Berlin« Literatur- und Übersetzerpreis. Der seit 2002 alle zwei Jahre von der BHF BANK Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut, dem Literarischen Colloquium Berlin und dem Deutschen Theater Berlin vergebene Preis zeichnet gegenwärtige belletristische und dramatische Literatur und deren Übersetzungen aus Osteuropa aus. Das Preisgeld geht je zur Hälfte an die Autorin und an die Übersetzerin.

In der Begründung der Jury heißt es: »Maria Stepanovas Nach dem Gedächtnis ist eine Spurensuche, ein ›Metaroman‹ der Recherche nach der weitverzweigten russisch-jüdischen Familie der Autorin. ... Eine große essayistische Erzählung über ein Jahrhundert der Gewalt ist dabei entstanden, ein Spiegel der Zeit, der auf Dialog mit der Leserin, dem Leser von heute, einer Epoche ›nach dem Gedächtnis‹ angelegt ist. Die Berliner Übersetzerin Olga Radetzkaja war von Beginn an in das Werden des Buches einbezogen. Mit Bravour hat sie das reiche Repertoire an literarischen Tönen und Gangarten des Romans nachgebildet, den Gedankenströmen und Sätzen der Autorin Elastizität und Klang im Deutschen verliehen und damit das große Ganze in Schwingung versetzt.«

Die Preisverleihung findet am 24. September 2020 um 19 Uhr im Deutschen Theater Berlin statt.

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