Esther Kinsky erhält den W.-G.-Sebald-Literaturpreis 2020

20.07.2020

Die Schriftstellerin und Übersetzerin Esther Kinsky wird für ihren Text Kalkstein mit dem W.-G.-Sebald-Literaturpreis ausgezeichnet. »Wir zeichnen damit einen Text aus, der in beeindruckender Weise eine Erinnerungspoetik des Gesteins und der Landschaft entfaltet und der die Themen von W. G. Sebalds Werk auf völlig eigenständige Art und Weise artikuliert und weiterführt«, heißt es in der Begründung der fünfköpfigen Jury. Dieser gehören Hans Jürgen Balmes (S. Fischer Verlag), Prof. Dr. Claudia Öhlschläger (Universität Paderborn), Prof. Dr. Jürgen Ritte (Université Sorbonne Nouvelle Paris), Marie Schmidt (Süddeutsche Zeitung) und Dr. Kay Wolfinger (Ludwig-Maximilians-Universität München) an.

Die Jury wählte Esther Kinskys Text unter 900 anonym eingereichten Beiträgen aus. Bewerben konnten sich Autorinnen und Autoren aus dem In- und Ausland mit einem unveröffentlichten deutschsprachigen Prosatext, der sich mit dem Themenkomplex »Erinnerung und Gedächtnis« beschäftigt. Der Preis widmet sich damit zentralen Themen des im Jahr 2001 verstorbenen Schriftstellers W. G. Sebald.

Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung wird am 21. November 2020 im Rahmen einer literaturwissenschaftlichen Fachtagung in Sonthofen im Oberallgäu verliehen. Die Vergabe findet in diesem Jahr zum ersten Mal statt und erfolgt durch die Deutsche Sebald Gesellschaft in Verbindung mit den Städten Kempten (Allgäu), Sonthofen sowie der Gemeinde Wertach.

Von Esther Kinsky erschien zuletzt der Band Schiefern im Suhrkamp Verlag.

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