Zum 95. Geburtstag von Gilles Deleuze

18.01.2020

Gilles Deleuze wurde am 18. Januar 1925 in Paris geboren und starb am 4. November 1995 ebenda. Er verbrachte fast die gesamte Zeit seines Lebens in Paris.

Von 1944 bis 1948 studierte Deleuze Philosophie an der Pariser Sorbonne. Seine Dissertation Differenz und Wiederholung und seine Zweitthese Spinoza und das Problem des Ausdrucks in der Philosophie gelten als erster und fruchtbarer Versuch die Studentenrevolte 1968 philosophisch zu begreifen. Von 1964 bis 1969 war er Professor an der Universität Lyon, danach an der Reformuniversität Paris VIII, an der ebenfalls Michel Foucault und Félix Guattari lehrten. Mit beiden verband Deleuze eine tiefe Freundschaft und fruchtbare Arbeitsbeziehung. So veröffentlichte er zusammen mit Foucault die kritische Gesamtausgabe Friedrich Nietzsches. Zu den Schlüsselwerke von Deleuze zählen Anti-Ödipus und Tausend Plateaus. Anti-Ödipus versteht sich als Kritik der Psychoanalyse von Jacques Lacan und Sigmund Freud. In Tausend Plateaus wird die philosophische Tradition des Rationalismus einer radikalen Kritik unterzogen. Mit Das Bewegung-Bild und Das Zeit-Bild (Kino I + II) leistete Deleuze darüberhinaus wichtige filmtheoretische Beiträge.

Wegen einer schweren Atemwegserkrankung, an der Deleuze seit Jahrzehnten gelitten hatte, nahm er sich am 4. November 1995 das Leben.