Cristin König
Der Plan

Cristin König

NEU

Eine melancholische Komödie

3 Damen, 2 Herren, und 1 Kind

UA: Frei zur Uraufführung

Synopse

Robert steht schon bei Leo in der Tür und kommt doch nicht los. Er hat seinen Auftrag noch nicht erfüllt: Er soll seinen alten Bekannten dazu bringen, eine Bank zu überfallen. Aber Leo sitzt in seiner Villa und will sich einfach nur betrinken, jetzt, wo sie gerade Neele bestattet haben, seine Freundin von ganz früher. Aber Neele ist gar nicht tot. Neele, Bauingenieurin, sitzt im Internetcafé gegenüber und hat einen Plan: Sie will endlich mit Leo abrechnen und ihn im Gefängnis sehen. Dafür kalkuliert sie mit Leos Berechenbarkeit. Und mit Roberts Berechenbarkeit, ihrem aktuellen Geliebten. Mit der Berechenbarkeit von Männern allgemein. Doch dann taucht immer wieder dieses Kind auf, urplötzlich, und heftet sich neugierig an sie, stört sie bei der Umsetzung ihres Plans. Auch Frau Mann taucht immer wieder auf, eine Naturgewalt in Rage, eine Frau wie ein Kerl, eine Mutter, die Angst hat, dass ihr das Kind weggenommen wird. Sie droht Neele, u.a. mit der militanten Mutterschutztruppe.

Im vordergründigen Krimiplot tun sich innere Abgründe auf. Cristin König hat eine melancholische Komödie geschrieben. Ihre Figuren, die zu windigen Spielbällen in Neeles Plan werden, sind alle nicht mehr ganz jung, seltsam unkonzentriert, zuweilen leicht betrunken, Verdacht auf Midlifecrisis. Der Lebensplan ist entglitten, man muss es sich nur noch eingestehen. Gewissheiten erodieren, Räume verschließen sich unverhofft und lassen die Figuren seltsam unbehaust zurück. Sie misstrauen einander, aber noch mehr sich selbst. Sie alle treibt die leise Angst um, unbemerkt vom Leben an diesem selbst verrückt zu werden.

Die vielfach ausgezeichnete Schauspielerin, Hörspielautorin und -regisseurin Cristin König hat ihren ersten Text für die Bühne geschrieben: Ein sehr komisches und dennoch melancholisches Dialogstück, das die Hauptfigur Neele im Kampf mit sich selbst und den Geschlechterrollen zeigt.

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