Thomas Bernhard
Der Theatermacher

Thomas Bernhard
© Andrej Reiser

4 Damen, 3 Herren, 1 Dekoration

UA: Salzburger Festspiele
17.08.1985
Regie: Claus Peymann

Deutsche EA: Schauspielhaus Bochum
21.09.1985
Regie: Claus Peymann

Synopse

Der trostlose Tanzsaal im Gasthof ›Schwarzer Hirsch‹ in Utzbach. Über den Türen, die seit Jahren nicht geöffnet wurden, brennt das Notlicht. Der ehemalige Staatsschauspieler Bruscon probt seine Weltkomödie Das Rad der Geschichte, deren Höhepunkt und Voraus­setzung die absolute Finsternis ist.

Bruscon erteilt den Mitwirkenden letzte Regie­anweisungen, sieht aber ein, daß dies ein vergebliches Bemühen ist. Die quälende Dummheit der Schau­spieltruppe, ein ununterbrochenes Schweine­grunzen und ein sich ankündigendes Gewitter machen die Umsetzung nahezu unmöglich.

Und dann ist da noch die bis zuletzt anhaltende Ungewißheit, ob der Feuerwehrhauptmann überhaupt die Genehmigung zum Abschalten des Notlichtes am Schluß der Aufführung erteilt.

Das Finale gerät, wie nicht anders zu erwarten, zum Fiasko: Plötzlich bricht das Gewitter über Utzbach aus. In Panik verlassen alle Zuschauer den Saal, zurück bleiben allein die Schau­­spieler, auf die es durch die undichte Decke herabregnet. Bruscon, im Kostüm des Napoleon, sinkt in einem Stuhl zusammen.

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