Bertolt Brecht
Die Mutter

Bertolt Brecht
© Konrad Reßler/Stadtmuseum München

Schauspiel

8 Damen, 18 Herren, Doppelbesetzungen möglich

UA: Komödienhaus Berlin
17.01.1932
Regie: Emil Burri und Bertolt Brecht

Synopse

In »Die Mutter« erzählt Brecht, nach der Vorlage Gorkis, die Geschichte Pelagea Wlassowas, einer Frau, die sich im vorrevolutionären Russland von einer unpolitischen Arbeiterin zu einer kommunistischen Agitatorin wandelt. Aus Sorge und aus Zuneigung zu ihrem Sohn, der sich der revolutionären Arbeiterbewegung zugewandt hat, beginnt die Mutter mit Witz, Verstand und viel Optimismus gegen die Unterdrückung des Proletariats aufzubegehren. Ausführlich schildert Brecht den Fortgang ihrer Politisierung, der auch nicht endet als ihr Sohn Pawel erschossen wird: »Denn was habe ich, Pelagea Wlassowa, Witwe eines Arbeiters und Mutter eines Arbeiters noch alles zu tun! Als ich vor vielen Jahren mit Sorgen sah, daß mein Sohn nicht mehr satt wurde, habe ich zuerst gejammert. Da änderte sich nichts. Dann half ich ihm bei seinem Kampf um die Kopeke. Damals sind wir in kleinen Streiks für bessere Löhne gestanden. Jetzt stehen wir in einem Riesenstreik und kämpfen um die Macht im Staate.«