Rafael Spregelburd
Die Sturheit

Rafael Spregelburd
© Sebastián Freire

Originaltitel: La terquedad

Heptalogie des Hieronymus Bosch VII

2 Damen, 3 Herren, 3 Dekorationen

UA: Schauspiel Frankfurt in Kooperation mit Nationaltheater Mannheim
02.05.2008
Regie: Burkhard C. Kosminski

Synopse

Valencia 1939. Am Ende des Spanischen Bürgerkrieges hat Jaume Planc, der Chef der valencianischen Polizei, mit einem merkwürdigen Phänomen zu kämpfen: Einige Frauen von konservativen Grundbesitzern werden von den Aufständischen »geraubt« – oder, wie es Charles Riera, ein einfacher Polizist, ausdrückt: Sie schließen sich den schon geschlagenen Revolutionären an. Es muß endlich wieder Ruhe und Ordnung in der katalanischen Stadt einkehren. Dazu wurde dem Polizeichef  eine geheimnisvolle Liste zugespielt, die Namen subversiver Mitbürger enthalten soll und nun Verhaftungen nötig machen wird.

Dieser Umstand macht Planc nicht gerade glücklich.

Er hat momentan nur ein Interesse: eine gemeinsam mit seiner kränkelnden Tochter Alfonsa entwickelte Sprachmaschine, die alle auf der Welt gesprochenen Sprachen auf einen gemeinsamen Nenner bringen kann. Eine ganz einfache Weltsprache der Zukunft ist entstanden. Für diese interessiert sich auch der russische Übersetzer und mögliche Spion Dimitri.

Es kommt im Haus Planc zu einer wunderbaren komödiantischen Konfusion verschiedener Interessengruppen. Die einen sind dem Geheimnis der mysteriösen Sprachmaschine auf der Spur, die anderen versuchen, an die gefährliche Namensliste heranzukommen. Verwechslungen, Mißverständnisse und das rasende Tempo der sich überschlagenden Ereignisse führen schließlich zu einem für alle überraschenden Ende, das dann ein unauffälliges, französisches Hausmädchen herbeiführt, die sich einfach nur schlecht behandelt fühlt.

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