Christoph Nußbaumeder
Eisenstein

Christoph Nußbaumeder
© Suhrkamp Verlag

4 Damen, 5 Herren

UA: Schauspielhaus Bochum
26.09.2010
Regie: Anselm Weber

Synopse

Eisenstein

Christoph Nußbaumeder

 

„Schlafen könnt ich immer, aber ich kann nicht.“ – Georg in Eisenstein

 

Eine Beerdigung auf dem Land. Der Ort: Eisenstein. Am Grab: Albert und Nikola, Sohn und Nichte der verstorbenen Gerlinde. Beide gehören zur dritten Generation einer Familie, deren tragische Geschichte gleich nach dem Zweiten Weltkrieg ihren Anfang nimmt… –  Erna hat sich vor den herannahenden Russen auf einen Gutshof nahe Eisenstein geflüchtet. Dort empfängt sie einen unehelichen Sohn. Gutsbesitzer Josef bekennt sich zu dem Kind und verspricht ihr seine Unterstützung, aber nur unter dem Siegel der Verschwiegenheit. Was er nicht weiß: Ernas Sohn Georg ist gar nicht sein Kind. Den wahren Vater kennt Erna allein. Diese Täuschung ist der Beginn tragischer Beziehungen, in deren Zentrum Georg steht. Zunächst verliebt er sich – unwissend über seine Herkunft –  in Josefs Tochter Gerlinde, Jahre später nimmt er deren jüngere Schwester Heidi zur Frau. Beziehungen, die unter diesen Vorzeichen unmöglich sind…

 

Christoph Nußbaumeder erzählt in Eisenstein anhand einer spannenden Familiengeschichte von historischen Ereignissen, die sich in das kollektive Gedächtnis der Bundesrepublik Deutschland eingegraben haben. Er erzählt vom Aufbau und der Zerstörung zwischenmenschlicher Beziehungen, von Liebe, Verrat und tiefem Schweigen. Eine Geschichte, radikal wie eine klassische Tragödie.

 

UA: Schauspielhaus Bochum, 26. September 2010, Regie: Anselm Weber

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