Henrik Ibsen
Gespenster

2 Damen, 3 Herren

Deutsche EA: EA der Neuübersetzung: Schauspiel Frankfurt in Koproduktion mit dem Théâtre National de Luxembourg am 09.01.2003 in Strasbourg und am 25.01.2003 in Frankfurt
Regie: Stéphane Braunschweig

Synopse

Ibsen stellt in seiner »Familientragödie« überkommene gesellschaftliche Konventionen und deren Folgen am Beispiel einer unglücklichen Familiengeschichte dar.

Zur Einweihung eines Kinderheims, das nach dem Wunsch seiner Witwe den Namen des hochangesehenen Kammerherrn und Hauptmanns Alving tragen soll, treffen sich im Haus am Fjord: Helene Alving, die Witwe, der in Paris als Maler lebende Sohn Osvald, Pastor Manders und Regine, das Dienstmädchen, und mit ihnen halten die »Gespenster« der Vergangenheit Einzug; die Fassade der bürgerlichen Familie bricht zusammen: Helenes Lebenslüge kommt ans Licht, mit der sie jahrelang die Ausschweifungen ihres Mannes gedeckt hat, und sie erkennt, dass sie trotz Selbstlosigkeit und Pflichterfüllung ihren Sohn nicht vor dem Einfluss ihres Mannes schützen konnte. Osvald hat Syphilis wie der Vater. Verzweifeln lässt ihn aber, dass Regine, die er liebt, seine Halbschwester ist, die uneheliche Tochter des Vaters. Manders begreift seinen Fehler, Helene damals feige und selbstgerecht zurück in die Arme des Hauptmanns getrieben zu haben. Sinnbildlich für den Zusammenbruch brennt das Kinderheim nieder, das das Familien-Renommee untermauern sollte. Helenes Widerstand gegen Pflichten, Normen und eine falsche Moral kommt zu spät.