Christoph Nußbaumeder
Im Schatten kalter Sterne

Christoph Nußbaumeder
© Susanne Schleyer

NEU

Ein Drama in dreißig Szenen

2 Damen, 5 Herren

UA: Theater und Orchester Heidelberg
06.10.2018
Regie: Bernhard Mikeska

Synopse

Die Kriege von morgen finden bereits heute und im Geheimen statt, in den Laboratorien von Rüstungsfirmen und Technologiekonzernen. Ihre Strategien stützen sich auf autonome Waffentechnik, Überwachung, selektive Tötungen und Anonymität.

Christoph Nußbaumeder führt detail- und kenntnisreich ins Herz der waffenproduzierenden Industrie. Erzählt wird das Drama des hochbegabten Wissenschaftlers Dr. Wolfgang Anders, der als junger und aufstrebender Softwareentwickler für künstliche Intelligenz eine Karriere in einem Rüstungsunternehmen startet. Ihm wird die Leitung für eine hochfinanzierte Forschungsgruppe übertragen, die in einem Prestigeprojekt vollautonome Mikrodrohnen entwickelt. Privat scheint ihm ebenfalls das Glück gewogen: In einem Nachtclub lernt er die Tänzerin Milena kennen, in die er sich Hals über Kopf verliebt.

Doch irgendwas stimmt nicht, fühlt sich unbehaglich an. Spätestens als er erfährt, dass sein bester Freund Thomas bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist, sickern unwillkommene Gedanken in sein Bewusstsein. Zweifel an seiner Tätigkeit machen sich breit, obwohl er seine umstrittene Arbeit argumentativ fundiert und selbstbewusst zu rechtfertigen weiß.

Nach einem Terroranschlag will seine Firma den MitarbeiterInnen aus Sicherheitsgründen Mikro-Chips implantieren lassen, mit denen man sie jederzeit und überall orten kann. WissenschaftlerInnen wie er seien besonders bedroht, entführt zu werden, heißt es aus der Vorstandsetage. Sein Unbehagen wächst. Plötzlich sieht sich Wolfgang mit unausweichlichen politischen Fragen konfrontiert. Auch die Liebe zu Milena steht auf dem Spiel.

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