Juri Andruchowytsch
Orpheus illegal

Juri Andruchowytsch
© Susanne Schleyer

Bühnenfilm in dreizehn Szenen

5 Damen, 8 Herren, Nebenrollen

UA: Düsseldorfer Schauspielhaus
16.09.2005
Regie: Anna Badora

Synopse

Wer ist Stanislaw Perfetzki, der von Lemberg in den Westen aufbricht, in Wirklichkeit?

Ein ukrainischer Dichter, der von Killern verfolgt wird und in München zufällig Zeuge einer religiösen Zeremonie wird, bei der Emigranten den spendablen deutschen Gott in Gestalt eines Riesenfisches anbeten und abschlachten?

Ist Perfetzki nach Venedig gekommen, um beim Kongreß über »Europa am Vorabend der Einigung oder Spaltung« aufzutreten? Oder ist das eigentliche Ziel seiner Reise ein Terroranschlag gegen einen der höchsten Vertreter der Europäischen Union, aus Protest gegen den von der Union beschlossenen Bau eines 'cordon sanitaire' an der Ostgrenze der EU?

Andruchowytsch schickt seinen ukrainischen Orpheus in die Unterwelt der westlichen Zivilisation, in eine absurd-komische Welt der Migranten, Illegalen, Geheimagenten und Intriganten. Es ist die Welt des karnevalesken Rausches und der politischen Maskeraden, in deren Angesicht der Dichter konstatiert: »Vor unseren Augen vollzieht sich eine neue Teilung der Welt, und das Traurige ist – dies geschieht mitten in Europa.«

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