Konstantin Küspert
pest

Konstantin Küspert
© Max Zerrahn

Besetzung variabel

UA: Theater Regensburg
Regie: Katrin Plötner

Synopse

»Was ist das, was in uns lügt, hurt, stiehlt und mordet?«, fragt Georg Büchner in Dantons Tod. pest folgt derselben zerstörerischen Kraft und den Spuren ihrer Verwüstung. Der Text führt uns in zwei Paralleluniversen, die jeweils mit einer Ausgangssituation beginnen: Auf einem Fußballfeld in einer deutschen Stadt drillt ein Vater seinen Sohn zu Höchstleistungen. Der Junge, Georgios, soll Fußballer werden, nicht Naturwissenschaftler, wie das der Sohn gerne möchte. Das Stück erkundet das Prinzip paralleler Welten, das die Hauptfigur Georgios, inzwischen erwachsen und alkoholabhängig, so skizziert: »jede einzelne entscheidung schafft ein neues universum im schaumbad der multiversen. alles, was theoretisch passieren kann, passiert, irgendwo.« So schlägt Georgios in der einen Welt zunächst eine Karriere als Fußballer ein, in der anderen die eines Naturwissenschaftlers. Die Scheidewege führen keineswegs zu besseren Welten, sondern allenfalls zu anderen Zerstörungsverläufen, in eine Welt eines globalen Krieges und in eine Welt einer nuklearen Katastrophe. Ein Text wie ein Stress-Test für die Restmoral in unseren Köpfen und Körpern.

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