Anne Jelena Schulte
Wo ist das Theater?

Anne Jelena Schulte
© Max Zerrahn

NEU

UA: Theaterhaus Jena
18.10.2019
Regie: Wunderbaum

Synopse

Ein großer roter Block steht in Jena. Kommt man nicht dran vorbei, wenn man in Jena lebt. Und man kennt ihn auch, weil dort alljährlich die Kulturarena stattfindet. Aber wenn man mit den BewohnerInnen der Stadt spricht, wissen viele nicht, was der rote Block eigentlich ist: nämlich ein Theaterhaus, dessen Zuschauerränge im Sozialismus abgerissen wurden. Seither prangt in der Fassade ein nur vom eisernen Vorhang verschlossenes Loch, das sich auf Knopfdruck öffnen lässt. Und schon ist alle architektonische Hermetik dahin und das Theater selbst öffnet sich zur Stadt und generiert neue Formen der Begegnung.
Wo ist das Theater? sollte die 50-Euro-Frage an die Stadt sein, allzu oft jedoch nimmt sie den Schwierigkeitsgrad der Millionenfrage an.
Ausgehend von dieser Erkenntnis hat das Theaterhaus Jena ein Stück in Auftrag gegeben. Die Autorin Anne Jelena Schulte führt in der Stadt Interviews, mit Leuten, die die Freiräume der Nachwendejahre genutzt haben, um neue, utopische Formen des Zusammenarbeitens und der Kunst zu probieren. Und mit Leuten, die das Theater nicht kennen oder in das »richtige« Theater in Weimar gehen. Aus diesen Gesprächen destilliert sie zusammen mit dem niederländischen Theaterkollektiv Wunderbaum (das seit 2017 das Theaterhaus  Jena  leitet)  ein  Stück  über  das  flüchtige  Moment  des  Theaters, das sich sowohl in seiner Bau- als auch in seiner Spieltradition spiegelt. Spätestens nach diesem Abend sollte geklärt sein, wo das Theater ist. Und nein: »All the world’s a stage« gilt hier nicht.
Mit  Wo  ist  das  Theater?    tritt  das  Ensemble  des  Theaterhauses  Jena  zusammen  mit  Anne  Jelena  Schulte  gegen  das  Fragezeichen  an.  Hier  ist  das Theater!

Pressestimmen:

»Die Berliner Autorin Anne Jelena Schulte hat in Jena dieses Gestern, Heute und Morgen eines Theaters als möglichen Fixpunkt einer Stadtgesellschaft recherchiert. … Der Spielzeit-Prolog … stellt uns und sich die richtigen Fragen, er stellt sein Theater auch selbst infrage: selbstbewusst und selbstironisch, unbekümmert, aber nicht unbedarft.« (Thüringer Allgemeine, 21.10,2019)

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