Charles Taylor

Charles Taylor
© Jürgen Bauer

Charles Taylor ist emeritierter Professor für Philosophie an der McGill University in Montreal und einer der einflussreichsten Sozialphilosophen der Gegenwart. Geboren 1931 in Kanada, studierte er an der McGill University und an der Universität Oxford, wo er 1961 seinen Ph.D. erwarb. Danach kehrte er nach Montreal zurück und lehrte dort bis zu seiner Emeritierung politische Philosophie. Er hat bahnbrechende Studien vorgelegt, u.a. zu Hegel sowie zum Kommunitarismus, Säkularismus und Multikulturalismus. Charles Taylor nahm Gastprofessuren u.a. an den Universitäten von Oxford, Princeton, Berkeley, an der J.W. Goethe-Universität Frankfurt und der Hebrew ...

Charles Taylor ist emeritierter Professor für Philosophie an der McGill University in Montreal und einer der einflussreichsten Sozialphilosophen der Gegenwart. Geboren 1931 in Kanada, studierte er an der McGill University und an der Universität Oxford, wo er 1961 seinen Ph.D. erwarb. Danach kehrte er nach Montreal zurück und lehrte dort bis zu seiner Emeritierung politische Philosophie. Er hat bahnbrechende Studien vorgelegt, u.a. zu Hegel sowie zum Kommunitarismus, Säkularismus und Multikulturalismus. Charles Taylor nahm Gastprofessuren u.a. an den Universitäten von Oxford, Princeton, Berkeley, an der J.W. Goethe-Universität Frankfurt und der Hebrew University Jerusalem wahr. 1997 erhielt er den Hegel-Preis der Stadt Stuttgart und 2007 den Templeton-Preis (für Ein säkulares Zeitalter), 2008 wurde er für sein Lebenswerk mit dem Kyoto-Preis ausgezeichnet, der als »Philosophie-Nobelpreis« gilt. Charles Taylor war zudem Mitglied der britischen Labour-Partei und kandidierte für das kanadische Unterhaus.

Preise

Berggruen-Preis 2016

08.10.2016

Charles Taylor wird mit dem Berggruen-Preis 2016 ausgezeichnet.

Der Berggruen-Preis für Philosophie, der in diesem Jahr erstmalig vom gleichnamigen Institut durch eine neunköpfige Jury vergeben wird, ist mit 1.000.000 Dollar dotiert und zeichnet Denker aus, deren Ideen für das Selbstverständnis und die Entwicklung der Menschheit von großer Bedeutung sind.

Von Charles Taylor erschien im Suhrkamp Verlag zuletzt Die Wiedergewinnung des Realismus.

John-W.-Kluge-Preis 2015

11.08.2015

Charles Taylor erhält gemeinsam mit Jürgen Habermas den mit 1,5 Millionen Dollar dotierten John-W.-Kluge-Preis.

Beide seien brilliante Philosophen, die sich zugleich entschieden an der öffentlichen politischen Debatte beteiligten, so die Begründung der Jury. Obwohl Habermas und Taylor für zwei unterschiedliche philosophische Traditionen ständen, besäßen sie gleichermaßen die Fähigkeit, durch ihr eindringliches Verständnis des Einzelnen und seiner sozialen Bindungen die Probleme der modernen Welt zu thematisieren. Das John W. Kluge Center an der Library of Congress in Washington vergibt den Kluge Prize seit 2003 und  zeichnet Geistes- oder Sozialwissenschaftler für ihr Lebenswerk aus, für deren Fachgebiete es keinen Nobelpreis gibt.
 

Bruno-Kreisky-Preis 2010

Der kanadische Politologe und Philosoph Charles Taylor erhält den Kreisky-Buch-Preis 2010
für Ein säkuläres Zeitalter.
»Mit ihm wird ein Wissenschaftler ausgezeichnet, der sich u.a. mit dem Verhältnis von Religion und Zivilgesellschaft beschäftigt und der seit vielen Jahren zu jenen Wissenschaftlern gehört, für die Aufklärung die Richtlinie ihrer publizistischen Arbeit ist«, so der Vorsitzende der Jury des Renner-Instituts, Europaabgeordneter Hannes Swoboda.

Mit dem Preis soll politische Literatur gefördert werden, die den Werten und Zielvorstellungen Bruno Kreiskys entspricht und von den Schwerpunkten seiner politischen Arbeit geprägt ist.
Der Hauptpreis ist mit 7.000 Euro dotiert.

Kyoto-Preis 2008
Templeton-Preis 2007
Hegel-Preis der Stadt Stuttgart 1997