Juri Andruchowytsch

Juri Andruchowytsch
© Susanne Schleyer

Juri Andruchowytsch, geboren 1960 in Iwano-Frankiwsk/Westukraine, dem früheren galizischen Stanislau, studierte Journalistik und begann als Lyriker. Exotische Vögel und Pflanzen (1991; mit einem Zusatz "Indien" 1997). Dt. u.d.T. Spurensuche im Juli. Reichelsheim 1995. Übersetzungen aus dem Russischen, Polnischen, Englischen und Deutschen. 1985 Mitbegründer der legendären literarischen Performance-Gruppe Bu-Ba-Bu (Burlesk-Balagan-Buffonada). Mit seinen drei Romanen Rekreacij (1992), Moskoviada (1993), Perverzija (1999), die ins Polnische und Russische übersetzte wurden, ist er unfreiwillig zum Klassiker der ukrainischen Gegenwartsliteratur geworden. ...

Juri Andruchowytsch, geboren 1960 in Iwano-Frankiwsk/Westukraine, dem früheren galizischen Stanislau, studierte Journalistik und begann als Lyriker. Exotische Vögel und Pflanzen (1991; mit einem Zusatz "Indien" 1997). Dt. u.d.T. Spurensuche im Juli. Reichelsheim 1995. Übersetzungen aus dem Russischen, Polnischen, Englischen und Deutschen. 1985 Mitbegründer der legendären literarischen Performance-Gruppe Bu-Ba-Bu (Burlesk-Balagan-Buffonada). Mit seinen drei Romanen Rekreacij (1992), Moskoviada (1993), Perverzija (1999), die ins Polnische und Russische übersetzte wurden, ist er unfreiwillig zum Klassiker der ukrainischen Gegenwartsliteratur geworden. 2000 erschien in Polen Mein Europa (mit Andrzej Stasiuk), Ergebnis einer gemeinsamen Reise durch den unbekannten europäischen Osten. Die deutsche Übersetzung erschien im Mai 2004 in der edition suhrkamp.

Andruchowytsch wurde mit dem Sonderpreis des Erich-Maria-Remarque-Friedenspreises 2005 der Stadt Osnabrück ausgezeichnet. Der Schriftsteller vermittle mit seinen brillanten Essays einen wichtigen Beitrag zur Entdeckung einer nahezu unbekannten Region im erweiterten Europa, hieß es in der Begründung.

Der Leipziger Buchpreis zur Europäischen Völkerverständigung 2006  wurde Juri Andruchowytsch im März 2006 anlässlich der Eröffnung der Leipziger Buchmesse verliehen.

Preise

Goethe-Medaille 2016

16.06.2016

Juri Andruchowytsch erhält die diesjährige Goethe-Medaille des Goethe-Instituts. Der ukrainische Schriftsteller übersetzt deutsche Dichter wie Rainer Maria Rilke oder Robert Walser ins Ukrainische und verschaffe den dortigen Lesern so einen neuen Zugang zu den deutschen Klassikern, heißt es in der Mitteilung des Goethe-Instituts. Mit seiner schriftstellerischen Arbeit habe er das literarische Territorium seines Heimatlandes einem deutschen Publikum bekannt gemacht.

Hannah-Arendt-Preis 2014

24.07.2014

Juri Andruchowytsch erhält den Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken 2014. Der Preis wird seit 1994 jährlich von der Stadt Bremen und von der Heinrich Böll Stiftung vergeben und ist in diesem Jahr mit 10.000 Euro dotiert. Gewürdigt werden Personen, deren Wirken und Werke in der Tradition Hannah Arendts zu öffentlichem politischen Denken und Handeln beitragen.

Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2006

16.12.2005

Der ukrainische Schriftsteller, Dichter, Essayist und Übersetzer Juri Andruchowytsch erhält den mit 15.000 Euro dotierten Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2006.

Die Jury entschied sich für den 1960 geborenen Autor und seinen im Frühjahr 2005 bei Suhrkamp erschienenen Roman Zwölf Ringe mit der Begründung, dass der Roman, der »an einem der abgelegensten Orte der Karpaten« spielt, in einer kunstvollen Mischung aus Mythos und Magie »von den Überlagerungen einer Gesellschaft im Transit« erzählt und uns dabei die Augen für »die vergessene Mitte des Kontinents« öffnet.

Sonderpreis des Erich-Maria-Remarque-Friedenspreises 2005

30.03.2005

Juri Andruchowytsch wurde mit dem Sonderpreis des Erich-Maria-Remarque-Friedenspreises 2005 der Stadt Osnabrück ausgezeichnet. Der Schriftsteller vermittle mit seinen brillanten Essays einen wichtigen Beitrag zur Entdeckung einer nahezu unbekannten Region im erweiterten Europa, hieß es in der Begründung.