»Eine bessere Wahl wäre nicht möglich gewesen.«
Daniel Kehlmann, Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Dieser Repräsentant der lateinamerikanischen Literatur wird nicht erst durch diesen Preis zum Weltautor, er ist es schon seit langem...Der Literaturnobelpreis hat mit der Wahl von Mario Vargas Llosa einen Weltautor aus Südamerika ausgezeichnet, der auf das Wappen der alten Ritterromane verzichten kann. Er ist längst sein eigenes Markenzeichen geworden.«
Lothar Müller, Süddeutsche Zeitung
»Dass man ihn, der seit vielen Jahren für den Literatur-Nobelpreis im Gespräch war, nunmehr ausgezeichnet hat, darf auch als Sieg für die Freiheit verbucht werden. Denn wenn es irgendetwas gibt, was dieser liberale Geist immer wieder gestaltet hat, dann ist dies im Kern auf die Botschaft zurückzuführen, dass jeder Mensch den Mut haben sollte, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen.«
Tilman Krause, Die Welt
»Vargas –Llosa-Fans, professionelle Übersetzer und Romanisten mögen sich über die Feinheiten der Vokabel ecribidor streiten. Wichtiger ist die Feststellung, dass der vor über drei Jahrzehnten erstmals übersetzte Text jetzt im Deutschen eine Auffrischung erhalten hat. Thomas Brovot vermeidet dabei unnötige neumodische Wortschöpfungen, er biedert sich seinen Lesern anno 2011 keineswegs an. … Wenn Sie Mario Vargas Llosa kennenlernen möchten, dann bietet Tante Julia eine gute Einstiegsmöglichkeit. Es ist ein leichter, humoristischer, satirischer Text, eine gelungene Mischung aus vielen unterhaltsamen und ein paar ernsthaften Elementen.«
Thomas Völkner, Hamburger Lokalradio
»Nicht nur für das geschundene Lateinamerika, sondern für Ästheten und Freiheitsfreunde in aller Welt (ist) dieser Nobelpreis ein Grund zu immenser Freude. Felicitatión«
Marko Martin, Die Welt
»Die richtige, die überfällige Entscheidung: Mario Vargas Llosa erhält den Nobelpreis für Literatur. Seine Romane und Essays sind ein Votum gegen Machtmissbrauch und Korruption...Immer und immer wieder öffentlich dasselbe zu sagen, allein deshalb, weil es stimmt; unfähig zu Plattheiten und Geschwätz zu sein; mutig seine Meinung zu vertreten; beharrlich an die Belehrbarkeit des Menschen zu glauben. Der diesjährige Nobelpreis für Literatur geht an einen leuchtenden Aufklärer.«
Paul Ingendaay, Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Die großen Romane dieses Autors behandeln den Horror der Politik. Der große Essayist, der Vargas Llosa auch ist, kündet dagegen vom Traum einer besseren Welt, politisch, wirtschaftlich - und literarisch. Die Erkenntnis, die sich bei uns gerade abermals durchsetzt, dass Literatur ein Instrument der Wahrheitsvermittlung ist, hat der neue Literaturnobelpreisträger schon 1996, als man ihm den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verlieh, prägnant ausgedrückt: Der Literat müsse ›subversive Ideen verbreiten und Unzufriedenheit und Rebellion schüren‹. Hier wird ein Schriftsteller geehrt, der wirklich noch etwas bewirkt. Gut so.«
Felicitas von Lovenberg, Frankfurter Allgemeine Zeitung