Sibylle Lewitscharoff

Sibylle Lewitscharoff
© Susanne Schleyer

Sibylle Lewitscharoff, 1954 in Stuttgart als Tochter eines bulgarischen Vaters und einer deutschen Mutter geboren, studierte Religionswissenschaften in Berlin, wo sie, nach längeren Aufenthalten in Buenos Aires und Paris, heute lebt. Nach dem Studium arbeitete sie zunächst als Buchhalterin in einer Werbeagentur. Sie veröffentlichte Radiofeatures, Hörspiele und Essays. Für Pong erhielt sie 1998 den Ingeborg-Bachmann-Preis. Es folgten die Romane Der Höfliche Harald (1999), Montgomery (2003) und Consummatus (2006). Der Roman Apostoloff wurde 2009 mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet. 2013 wurde sie ...

Sibylle Lewitscharoff, 1954 in Stuttgart als Tochter eines bulgarischen Vaters und einer deutschen Mutter geboren, studierte Religionswissenschaften in Berlin, wo sie, nach längeren Aufenthalten in Buenos Aires und Paris, heute lebt. Nach dem Studium arbeitete sie zunächst als Buchhalterin in einer Werbeagentur. Sie veröffentlichte Radiofeatures, Hörspiele und Essays. Für Pong erhielt sie 1998 den Ingeborg-Bachmann-Preis. Es folgten die Romane Der Höfliche Harald (1999), Montgomery (2003) und Consummatus (2006). Der Roman Apostoloff wurde 2009 mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet. 2013 wurde sie mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet.

Blumenberg (2011) stand auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis. Zuletzt erschien der Band Vom Guten, Wahren und Schönen, der die 2011 in Frankfurt und in Zürich gehaltenen Poetikvorlesungen versammelt. 2009 gestaltete Sibylle Lewitscharoff eine Ausstellung im Deutschen Literaturarchiv Marbach zum Thema »Der Dichter als Kind«; in ihren Papiertheater-Arbeiten befaßt sie sich mit Clemens Brentano, Johann Wolfgang Goethe, Gottfried Keller, Karl Philipp Moritz und Friedrich Schiller.

Sibylle Lewitscharoff ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung sowie der Berliner Akademie der Künste. 2013/14 verbrachte sie ein Jahr als Stipendiatin in der Villa Massimo in Rom, danach war sie Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin.

Preise

Deutscher Buchpreis (Longlist) 2016

23.08.2016

Sibylle Lewitscharoff steht mit ihrem Roman Das Pfingstwunder auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2016.
In der Begründung der Jury heißt es: »Der Jahrgang 2016 ist ein ausgezeichneter Jahrgang. Die diesjährige Longlist zeigt die große Bandbreite von Schreibweisen und Themen in der deutschsprachigen Literatur auf ... Die sprachliche Vielfalt, mit der die Autorinnen und Autoren sich ihren Stoffen nähern, ist groß. Vor der klassischen Erzählung herrscht hier ebenso wenig Scheu wie vor der überbordenden, von Humor befeuerten experimentellen Sprachlust. In ihrer jeweiligen Darstellungsform reflektieren und verarbeiten die nominierten Romane immer auch gesellschaftliche Zustände.«

Georg-Büchner-Preis 2013

04.06.2013

Sibylle Lewitscharoff erhält den Georg-Büchner-Preis 2013.

Die Auszeichnung wird von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung verliehen und ist mit 50.000 Euro dotiert. In der Begründung der Jury heißt es: »In ihren Romanen hat Sibylle Lewitscharoff mit unerschöpflicher Beobachtungsenergie, erzählerischer Phantasie und sprachlicher Erfindungskraft die Grenzen dessen, was wir für unsere alltägliche Wirklichkeit halten, neu erkundet und in Frage gestellt. Ihre Texte vertiefen und erweitern die genaue Wahrnehmung der deutschen Gegenwart in Bereiche des Satirischen, Legendenhaften und Phantastischen.«

 

Brüder-Grimm-Professur 2013

Sibylle Lewitscharoff erhält die Brüder-Grimm-Professur 2013. Sie vereine in ihrer Literatur »Ironie, Witz und poetische Weltzugänge, wie wir sie in der deutschen Literatur seit der Romantik so nicht mehr finden konnten«, so Prof. Dr. Peter Seibert, Leiter des Fachgebiets Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Kassel.

Villa Massimo-Stipendium 2013
Wilhelm-Raabe-Literaturpreis 2011

06.10.2011

Sibylle Lewitscharoff erhält den »Wilhelm-Raabe-Literaturpreis der Stadt Braunschweig 2011« für Ihren Roman Blumenberg. Der Preis ist mit 30.000 Euro dotiert, wird jährlich vergeben und würdigt einen aktuellen, zeitgenössischen Roman.

Deutscher Buchpreis (Shortlist) 2011

14.09.2011

Sibylle Lewitscharoff steht auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2011. Die Autoren der Shortlist erhalten jeweils 2.500 Euro. Der Deutsche Buchpreis zeichnet jährlich den besten Roman in deutscher Sprache aus.
Frankfurter Poetikvorlesung 2011
Kleist-Preis 2011

Sibylle Lewitscharoff wird mit Kleist-Preis 2011 geehrt. Sie erhält die mit 20.000 Euro dotierte Auszeichnung für ihr erzählerisches Werk, teilte der Präsident der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft, Günter Blamberger, mit.

Marieluise-Fleißer-Preis 2011

Sibylle Lewitscharoff erhält den »Marieluise-Fleißer-Preis« der Stadt Ingolstadt.
Lewitscharoff gehöre zu den »bedeutendsten und innovativsten Autorinnen der Gegenwart im deutschsprachigen Raum«, teilte die Stadtverwaltung zur Begründung mit. Die Preissumme beträgt 10.000 Euro.

Ricarda-Huch-Preis 2011

Sibylle Lewitscharoff wird mit dem »Ricarda-Huch-Preis« der Stadt Darmstadt ausgezeichnet.
Die Autorin sei »eine bodenständige Erzählerin von himmelweitem Horizont, die die ältesten Themen der Literatur und die modernen Traditionen des Romans zu einer kraftvollen neuen Synthese führt«, teilte die Stadt am Freitag mit.
Mit Romanen wie Pong, Consummatus, Apostoloff und ihrem jüngsten Werk Blumenberg erweise sie sich als »eine der hintergründigsten, erfinderischsten und wortgewaltigsten Charakterdarsteller der jüngeren deutschen Literatur«, heißt es in der Mitteilung.
Die mit 10 000 Euro dotierte Ehrung wird seit 1978 alle drei Jahre verliehen.

Wilhelm-Raabe-Literaturpreis (Longlist) 2011

Sibylle Lewitscharoffs Blumenberg steht auf der Longlist des Wilhelm-Raabe-Literaturpreises 2011. Der Wilhelm-Raabe-Literaturpreis würdigt ein in deutscher Sprache verfasstes erzählerisches Werk und gehört zu den bedeutendsten literarischen Auszeichnungen im deutschsprachigen Raum.

Berliner Literaturpreis 2010

26.11.2009

Sibylle Lewitscharoff wird mit dem Berliner Literaturpreis 2010 der Stiftung Preußische Seehandlung ausgezeichnet. Die Jury begründete ihre Entscheidung mit Lewitscharoffs »ungemein dichtem und originellem Prosawerk, das sich in seinem eigentümlichen Amalgam aus Humor und Tiefsinn gegen alle Zuordnungen sperrt«. Mit der Auszeichnung in Höhe von 30.000 Euro ist auch ihre Berufung auf die Heiner-Müller-Gastprofessur für deutschsprachige Poetik an der Freien Universität verbunden.

Spycher: Literaturpreis Leuk 2009

23.04.2009

Der Spycher: Literaturpreis Leuk 2009 geht an Sibylle Lewitscharoff. Der Preis wird seit Jahr 2001 vergeben und gewährt seinen Preisträgern auf fünf Jahre ein Aufenthaltsrecht von jährlich zwei Monaten in dem mittelalterlichen Schweizer Städtchen Leuk im Oberwallis. »Mit großem Sprachwitz und erzählerischer Intelligenz« habe Sibylle Lewitscharoff einen »ganz eigenen, in der aktuellen deutschen Literatur völlig solitären Kosmos« entfaltet.

Preis der Leipziger Buchmesse 2009
Luise-Kaschnitz-Preis 2008
Preis der Literaturhäuser 2007
Ingeborg-Bachmann-Preis 1998