Jürgen Habermas
Ach, Europa - Kleine politische Schriften XI

Ach, Europa
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Erschienen: 17.03.2008
edition suhrkamp 2551, Broschur, 191 Seiten
ISBN: 978-3-518-12551-9

Inhalt Inhaltsverzeichnis

Jürgen Habermas plädiert für eine Politik der abgestuften Integration und für eine »bipolare Gemeinsamkeit« des »alten Europa« mit den USA. Neben Habermas' jüngsten europapolitischen Interventionen versammelt dieser Band der Kleinen Politischen Schriften philosophische Portraits langjähriger Weggefährten wie Jacques Derrida und Richard Rorty sowie zwei Texte zum Fortschreiten des Strukturwandels der Öffentlichkeit: Das in der Süddeutschen Zeitung erschienene Plädoyer für die öffentliche Unterstützung der Qualitätspresse sowie die vielbeachtete Rede über die »epistemische Dimension der modernen Demokratie« und das Internet.

Pressestimmen

»Wieso ist ein politisch stärker integriertes Europa für einen Philosophen ein so reizvolles Projekt? Zunächst: Auch ein Philosoph darf politische Interessen haben und sich über die eklatanten Demokratiedefizite der EU-Institutionen empören oder die Hoffnung hegen, dass ein geeintes Europa zu einem «global player» werde, der das Seine – beispielsweise – dazu beitragen könne, das Verhältnis von Politik und Markt wieder in eine vernünftige Balance zu bringen. ...Die Vereinigten Staaten bleiben in einem Szenario reformierter internationaler Politik nicht nur als faktische Supermacht unentbehrlich, sondern auch, weil sie für Habermas »eine aus historischer Sicht unwahrscheinliche Supermacht sind – nämlich jene älteste Demokratie auf Erden, die von idealistischen Traditionen lebt und sich im Geist des 18. Jahrhunderts dem Universalismus mehr als irgendeine andere Nation geöffnet hat«.  Am Horizont dieses Universalismus zeichnet sich auch ab, was einen Philosophen als Philosophen an einem solchen Europa-Projekt wohl faszinieren mag. Es ist die sozusagen welthistorische Möglichkeit, der Vernunft Geltung zu verschaffen und Verständigungsverhältnisse zu befördern, in denen die Bürger als Diskursteilnehmer etwas zu sagen und zu gestalten haben.«
Uwe Justus Wenzel, Neue Zürcher Zeitung

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