Tuvia Tenenbom
Allein unter Deutschen - Eine Entdeckungsreise

Mit Fotos von Isi Tenenbom. Aus dem Amerikanischen von Michael Adrian
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CH: 14,90 sFr

Erschienen: 08.06.2015
suhrkamp taschenbuch 4659, Taschenbuch, 430 Seiten
ISBN: 978-3-518-46659-9
Auch als eBook erhältlich

»Mutig, lustig und oft himmelschreiend absurd.«

Wolfgang Höbel, DER SPIEGEL

 

Inhalt

Tuvia Tenenbom, aufgewachsen als Sohn eines Rabbiners in Jerusalem, begibt sich auf Entdeckungsreise durch Deutschland. Auf seiner Suche nach der deutschen Identität schreckt er vor keiner Begegnung zurück: Er ist zu Gast in einem rechtsradikalen Club, er begleitet linke Autonome auf Demonstrationen. Er besucht Synagogen, Konzentrationslager, den Weltkirchentag, die Passionsspiele in Oberammergau. Er spricht mit Studenten und Professoren, mit Bankern und Industriellen, mit Politikern und Künstlern, mit Obdachlosen und Junkies. Quer durch alle gesellschaftlichen Schichten stellt er immer wieder die gleichen drängenden Fragen: Wie ist es um den Nationalstolz der Deutschen bestellt? Wie gehen sie mit der deutschen Vergangenheit, wie mit dem Antisemitismus um? Wie reflektiert und kritisch sind sie dabei?

Tuvia Tenenbom nimmt in seinem furiosen Reisebericht Allein unter Deutschen, der hier heftig diskutiert wurde und monatelang auf der Bestsellerliste stand, kein Blatt vor den Mund. Auf äußerst amüsante Weise nimmt er unsere Marotten und Macken aufs Korn und zeigt uns zugleich ein ebenso erschreckendes wie erhellendes Bild von Deutschland.

Im Original erschienen unter dem Titel I Sleep in Hitler's Room (The Jewish Theater of New York).

Pressestimmen

»Mut ist, wenn einer Fragen stellt, die sonst keiner stellt, weil sie unschicklich, peinlich, brisant sind. Eine Kamikaze-Erkundung des deutschen Nationalcharakters.«

Evelyn Finger, DIE ZEIT
»Größtenteils lustig und unterhaltsam, aber mitunter bitterböse.«
Martin Knobbe, stern

»Dass Tenenbom hauptberuflich Regisseur einer New Yorker Kleinbühne ist, spürt man schnell. Er versteht es, irrwitzige Dialoge entstehen zu lassen, sei es mit Alt-Kanzler Helmut Schmidt, einem Frankfurter Banker oder Hartz-IV-Empfängern. Es sind diese Dialoge, mit denen Tenenbom den Deutschen zu Leibe rückt.«

Neue Zürcher Zeitung

»Irre lustig. Irre traurig.«

Claudia Fromme, Süddeutsche Zeitung

»Mit seinem provokanten Buch hat Tenenbom die Antisemitismus-Debatte in Deutschland neu befeuert.«

Stefan Gagstetter, 3sat.de
»Komisch, selbstironisch und bisweilen böse.«
Sigrid Brinkmann, Deutschlandradio Kultur

»Gut, dass Allein unter Deutschen mit einer kleinen Verspätung jetzt auch in dem Land zu haben ist, für das es immer gemeint war. Kann sein, dass nichtjüdische Deutsche den Spiegel nicht mögen werden, den dieser israelische Amerikaner ihnen vorhält. Juden werden etwas anderes feststellen: Dieses Buch enthält den Bittersaft der reinen, der ungefilterten Wahrheit.«

Hannes Stein, Jüdische Allgemeine 49/2012

»Tenenboms Deutschland-Reportage ist gradlinig und lässig formuliert, getragen von einer sanften Verzweiflung, von Spott und einem guten Maß Selbstironie. Und sie ist trotz der Abgründe, die sie auslotet, ziemlich unterhaltsam.«

Sebastian Hammelehle, SPIEGEL ONLINE

»Spitz, ironisch, beißend, gemein – und immer wieder sehr, sehr lustig.«

Hamburger Abendblatt

»Wer über sich lachen kann und einen Blick in den deutschen Spiegel werfen möchte, der sollte unbedingt Allein unter Deutschen lesen.«

Lutz Balzer, Radio Schalom

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Kommentare

Es ist ein dreistes, kluges und ehrliches Buch. Die blitzende Welt der deutschen Automobilindustrie steht neben dem Bärengehege des KZs, und allfällig die deutsche Bereitschaft, sich bei jeder direkten Frage umgehend (biergeschwängert) in den Staub zu werfen... Tenenboms Verdienst ist, genau die Modeströmung der political correctness als Erbe der Vergangenheit zu sehen - auch wenn ihm die völlige Entlarvung in der Rezeption nicht gelingen wird... Ein Spiegel für den, der sich wirklich sehen möchte.
Leo, 05.02.2013

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