Jörn Klare
Als meine Mutter ihre Küche nicht mehr fand - Vom Wert des Lebens mit Demenz

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Erschienen: 12.11.2012
suhrkamp taschenbuch 4401, Gebunden, 250 Seiten
ISBN: 978-3-518-46401-4
Auch als eBook erhältlich

Inhalt

»Wir sind, was wir vergessen haben.«

Erst verlegte sie ihre Brille, dann vergaß sie ein paar PIN-Nummern, schließlich fand Jörn Klares Mutter ihre Küche nicht mehr. Am Ende stand die Diagnose Demenz. Die Besuche im Heim werfen Fragen auf: Sind Erlebnisse nur dann etwas wert, wenn wir uns daran erinnern? Kann man seine Würde oder gar »sich selbst« verlieren? Und liegt in den Begegnungen im Hier und Jetzt nicht auch ein Trost?
Bereits heute leben in Deutschland 1,3 Millionen Menschen, die von Demenz betroffen sind, 2050 werden es doppelt so viele sein. Jenseits der Klischees von grauen Heimen und überfordertem Personal sucht Jörn Klare nach anderen, weniger bedrückenden Sichtweisen auf diese immense gesellschaftliche Herausforderung. Ausgehend von den bewegenden Besuchen bei seiner Mutter, macht er sich auf den Weg zu Experten und Praktikern, zu Ärzten und Juristen, Philosophen und Altenpflegern. Mit ihnen spricht er über das Leben, den Tod und das, was dazwischen liegt.

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Kommentare

Lieber Herr Klare, Ihr Buch: "Als meine Mutter ihre Küche nicht mehr fand" macht in unserem Team seine Runde. Wir sind als Tagespflege- Mitarbeiter für das Wohl vor allem Demenzerkrankter "zuständig". Die meisten von uns mit ganzem Herzen, denn wie Sie schon feststellten: auch Ihre Mutter sieht nun vor allem mit diesem. Ich habe festgestellt, dass Demenzerkrankte einem sehr viel geben können, wohl, weil sie ohne Falsch sind und dem Augenblick dankbar sind. Wir haben viel Spaß miteinander und so mancher Gast hat auch schon meine Hände gehalten, wenn es mir nicht gut ging. Das ist der Unterschied zu uns "Nichtdementen", wann schauen wir noch beim Anderen so richtig hin? Wir fanden Ihr Buch sehr anschaulich, emotional und dann wieder sachlich, wie ich es bis jetzt noch nicht kannte. Als Angehöriger (bin ich ebenfalls) sieht man die Dinge nun noch etwas anders als die Außenstehenden. Und doch empfinge ich für jeden dieser Menschen höchste Achtung, versuche sie auf Händen zu tragen wie sie es verdienen. Und so wie den Umgang mit Ihrer Mutter schildern, tun Sie das auch. Ich wünsche Ihnen für Ihre noch gemeinsame Zukunft alles Gute, viel Kraft und vor allem den Genuss des Augenblicks!
Angelika Reinsch, 09.03.2013

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