Zsófia Bán
Als nur die Tiere lebten

Aus dem Ungarischen von Terézia Mora
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D: 22,95 €
A: 23,60 €
CH: 32,90 sFr

Erschienen: 24.03.2014
Gebunden, 207 Seiten
ISBN: 978-3-518-42424-7
Auch als eBook erhältlich

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Inhalt

Am Strand von Rio de Janeiro wird die kleine Anna im Getümmel von ihrer Mutter getrennt. Als das Mädchen sie nach kurzem albtraumhaften Verlorensein erleichtert am Wasser stehen sieht und sich ihr von hinten nähert, hört sie, wie die Mutter ein verzweifeltes »Sogar hier … sogar hier!« vor sich hinmurmelt. Was diese Worte bedeuten, vor allem aber wer ihre Mutter war, die sieben Sprachen sprach, aber mit ihrem Kind in keiner einzigen reden konnte, das begreift die Fotografin Anna erst Jahrzehnte später – als sie in einer Versuchsstation in der Antarktis das Naturphänomen des White-out aufnimmt, das alles verschluckende Weiß. Und Zsófia Bán ist eine so raffinierte Autorin, dass ihr Text in seinem Verlauf die traumatische Wahrheit eines Lebens allererst zu Tage zu fördert, die Erinnerung sich gleichsam im Augenblick des Erzählens ereignet.

Emigration, Entwurzelung, der brutale Riss, der ein Leben in ein Davor und Danach teilt - diese Erfahrungen bilden das Gravitationszentrum der fünfzehn Geschichten des Bandes.

Im Original erschienen unter dem Titel Amikor meg csak az allatok eltek (Magvetö Budapest).

Pressestimmen

»Es ist dieses unablässige Ringen zwischen starker Empathie und kühnem Konstruktionswillen, das Zsófia Báns Erzählen strukturiert und auf äußerst reizvolle und sehr spannende Weise Sinn schafft, in dem, staunenswert genug, auch Katastrophen Platz finden.«

Jörg Plath, Neue Zürcher Zeitung

»Dass Zsófia Bán so furios in der deutschen Prosa der Gegenwart angekommen ist, verdanken wir der makellosen Übersetzung von Terézia Mora.«

Lothar Müller, Süddeutsche Zeitung

»Bilder, so einschneidend wie Messerklingen. ... Als nur die Tiere lebten ist ein Buch voll Leidenschaft und voll Tragik.«

Maria-Xenia Hardt, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Subtil und provozierend sind diese Geschichten, voller beunruhigender Spuren, und in der Gewissheit, dass sie sich nicht einfach auslöschen lassen, doch auch ungeheuer tröstlich.«

Nicole Henneberg, Der Tagesspiegel

»Die Erzählungen ... sind den Leser fordernde Kondensate. Harte Schnitte, gewagte Montagen verbinden zwei, manchmal drei Erzählebenen ... Nicht die Erinnerungsprosa in der Nachfolge Marcel Prousts, sondern der avancierte Film ist das Vorbild dieser äußerst reizvollen, bei aller kalkulierten Raffinesse von großer Empathie und Spannung erfüllten Erzählkunst.«

Jörg Plath, Deutschlandradio Kultur

»Wer Zsófia Báns frechem, durchdringendem Blick auf die Welt folgt, wird sich erquickt finden.«

Literaturen

»Mit ungeheurer Vorstellungskraft erschafft Zsófia Bán Möglichkeiten und Erinnerungen, ihre an bloßgelegte Gefühle grenzenden Sätze fügen sich zu atemlosen inneren Monologen, melodiös, kenntnisreich und mit Bildern, die einen süchtig machen.«

mylo, Badische Zeitung

»Die Geschichten lesen sich wie Postkarten oder Schnappschüsse einer Reise, auf der auch der Leser die Grenzen seiner eigenen Landkarte entdecken und erweitern kann.«

Eszter Ureczky, Hungarian Literature Online / hlo.hu

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Nachrichten

Kommentare

»Die Stärke von ›Als nur die Tiere lebten‹ steckt in den unterschiedlichen Tonlagen, in denen sich Erzählungen präsentieren, um letztlich in einem bedrückenden Moll auszuklingen ... Jede Erzählung stellt ein traurig-schönes Foto im Album namens Vergangenheit dar.«
Christoph Heil, literaturkritik.de, 05.05.2014

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