Anna Kim
Anatomie einer Nacht - Roman

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Erschienen: 11.11.2013
suhrkamp taschenbuch 4478, Broschur, 299 Seiten
ISBN: 978-3-518-46478-6
Auch als eBook erhältlich

Eines Nachts in Grönland ...

In der Nacht vom 31. August auf den 1. September 2008 nehmen sich in einer kleinen Stadt im Osten Grönlands elf Menschen das Leben. Wie eine Epidemie breitet sich der Freitod in allen gesellschaftlichen Schichten und Altersgruppen des Ortes aus, dessen Bewohner sich »durch eine Berührung oder einen Blick infiziert« zu haben scheinen. Oberflächlich betrachtet, stehen diese Selbstmorde in keinerlei Zusammenhang, nur einige der Toten kannten sich flüchtig. Und doch fragt sich der außenstehende Beobachter: »Ist es nicht ein Trugschluss zu glauben, das Leben eines Einzelnen habe Bedeutung nur für sich betrachtet? Genauso wenig wie der Tod eines Einzelnen Sinn macht, isoliert vom Leben der anderen.«
Der Roman Anatomie einer Nacht erzählt die letzten Stunden von elf Menschen, und er erzählt von Grönland, diesem Land der Extreme, über dem so viel Kälte und Einsamkeit und tröstlicher Zauber zugleich liegt. Behutsam und in eindringlichen Bildern folgt Anna Kim den lebensgeschichtlichen Verzweigungen und gibt Antwort darauf, warum diese eine Nacht nur so ablaufen konnte, wie sie ablief.

Umschlaggestaltung von Judith Schalansky

Pressestimmen

»Anna Kims Roman steht in großen Traditionen, und wenn mit diesem Buch etwas bewiesen ist, dann vor allem eines: Dass es eine hellsichtige Literatur braucht, um durch ein großes Dunkel zu führen, das so viel größer ist, als es eine einzige Nacht je sein könnte.«

Paul Jandl, DIE WELT

»Anna Kims Roman Anatomie einer Nacht erzählt gekonnt vom gesellschaftlichen Abseits in Grönland.«

Carola Ebeling, ZEIT Online

»Stil und Inhalt gehen In Anatomie einer Nacht eine ungewöhnlich dichte Verbindung ein: ein Buch, das man nach der letzten Seite wieder von vom zu lesen beginnt.«

Gabriele Michel, Badische Zeitung

»Eine bemerkenswerte neue literarische Stimme!«

Angela Bachmair, Augsburger Allgemeine

»Sprache wie ein Seziermesser benutzend, behutsam und souverän, legt die Autorin Tiefenschichten
menschlichen Daseins an sich frei.«

Carsten Hueck, Deutschlandradio Kultur

»Anna Kims großes Verdienst ist es, den Leser teilhaben zu lassen am gefährlichen Sog, ihn ein stückweit in sich selbst die Unausweichlichkeit dieser Tode nachspüren zu lassen und dies alles in Sprachbilder zu kleiden, die die Autorin zu einer Großen ihrer Generation machen.«

Bernadette Lietzow, Tiroler Tageszeitung

»Die lyrische Feinheit der Sprachführung und der souveräne Einsatz formaler Elemente erzeugen eine Sogkraft, die den Leser tatsächlich in die grönländische Nacht entführt. Und das soll keine Warnung sein, sondern ein Versprechen.«

Carsten Hueck, Österreichischer Rundfunk

»Vom Lieben und vom erzwungenen Zustand der verweigerten Liebe, von der Kraft der Erinnerung, vom kontinuierlichen Rückzug in die Einsamkeit und von den damit verbundenen Konsequenzen erzählt dieser Roman, den der Rezensent zu den aufregendsten und sprachlich schönsten deutschsprachigen Texten der letzten Jahre zählt.«

Roland Freisitzer, sandammeer.at

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