Doron Rabinovici
Andernorts - Roman

Andernorts
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Erschienen: 23.01.2012
suhrkamp taschenbuch 4310, Broschur, 285 Seiten
ISBN: 978-3-518-46310-9

»Dieses wunderbare Buch ist spannend wie ein Krimi, urkomisch wie die besten Woody-Allen-Filme und von einer berührenden Traurigkeit.«

Sabine Berking, Frankfurter Allgemeine Zeitung

 

Inhalt

Ethan Rosen und Rudi Klausinger: Beide sind sie Koryphäen auf demselben Gebiet, der Kulturwissenschaft. Und doch könnten sie unterschiedlicher nicht sein: Rosen ist überall zu Hause und nirgends daheim. Selbst der Frau, die er liebt, stellt er sich unter falschem Namen vor. Klausinger wiederum weiß sich jedem Ort anzupassen und ist trotzdem ruhelos: Was ihn treibt, ist die Suche nach seinem leiblichen Vater; sie führt ihn schließlich nach Israel zu Ethan Rosen. Dessen Vater, ein alter Wiener Jude, der Auschwitz überlebte, braucht dringend eine neue Niere. Bald wird die Suche nach einem geeigneten Spenderorgan für die Angehörigen zur Obsession.
Herkunft, Identität, Zugehörigkeit – Doron Rabinovici würfelt in seinem Roman Andernorts die Verhältnisse in einer jüdischen Familie gründlich durcheinander, deckt ihre alten Geheimnisse auf und beobachtet sie bei neuen Heimlichkeiten. Am Ende dieser packend erzählten Geschichte sind alle Gewißheiten beseitigt. Nur eines scheint sicher: Heimat ist jener Ort, wo einem am fremdesten zumute ist.

Pressestimmen

»Doron Rabinovicis Roman handelt bitterernste Fragen mit einem kräftigen Schuss überdrehten Humors ab. Das liest sich flott und unterhaltsam und macht – so wohlkonstruiert der Roman auch sein mag – einen wohltuend unangestrengten Eindruck.«

Günter Kaindlstorfer, Bayern 2

»Rabinovici beschenkt den Leser mit wahnwitzigen Eitelkeiten und fantastischen Rochaden, bis auch der letzte der Selbstgerechten erkennt: Heimat ist eine Illusion.«

Der Stern

»Mit facettenreicher Komik erzählt der in Israel geborene Wiener Schriftsteller ... Rabinovici jongliert so geschickt mit jüdischen Selbst- und Fremdbetrachtungen, dass man sich beim Lesen immer wieder ertappt fühlt.«

Nina Apin, taz

»Zwischen Wien und Tel Aviv pendelt Doron Rabinovicis Roman Andernorts, zwischen Gegenwart und Vergangenheit, und er zeigt den österreichischen Schriftsteller in Höchstform.«

Paul Jandl, Die Welt

»Andernorts ist das humorvollste, das der Autor bisher geschrieben hat. Rabinovici … entwirft eine österreichisch-israelische Familiengeschichte, mit einem Personal, das man sich durchaus in einem Hollywood-Film vorstellen könnte.«

Klaus Kastgerber, ORF

»Insgesamt ein großartiges Buch, mit noch ein paar besonderen, sympathischen Komponenten: Doron Rabinovici gebraucht die so genannte alte Rechtschreibung und übersetzt in seinem Text Ausdrücke, die aus dem Hebräischen und Jiddischen stammen, nicht, was soviel heißt, wie: Dieser Schriftsteller nimmt – bei all seinem Humor – den Leser ernst.«

Janko Ferk, literaturhaus.at

»So, in scheinbaren oder tatsächlich unauflösbaren Paradoxien, erzählt Andernorts von Leben und Tod, vom Jüdischsein und von der Religion, von der Familie und ihren historisch wie persönlich bedingten Zerreißungen, von der Ortlosigkeit wie von fragwürdigen, gleichwohl notwendigen Zusammengehörigkeiten. … es bleibt bei allem Witz, bei aller burlesken Turbulenz doch nie ein Zweifel daran, dass es hier um grundlegende Fragen von größtem Ernst geht. Dass ihm diese Verklammerung von Äußerstem und Innerstem, Fernstem und Nächstem, Komik und Tragik wie unversehens gelingt, macht dieses scheinbar so leichten Sinnes erzählte Buch groß.«

Frauke Meyer-Gosau, Literaturen 5/2010

»Rabinovici, 48, aber schreibt in einem eigenen, manchmal ulkig dissonanten Ton und zettelt ein Chaos an, in dem sich die Erinnerung an den Holocaust und eine dreiste Familien-Soap zu einer amüsanten Tragikomödie fügen.«

Wolfgang Höbel, KulturSpiegel Oktober 2010

»Liebkind und Bastard: Mit erzählerischem Aberwitz und hintersinniger Leichtigkeit nimmt Doron Rabinovici in Andernorts die Fragen von Abstammung und Zugehörigkeit auseinander.«

Daniel Schreiber, Cicero

»Rabinovicis geradezu analytischem Blick auf das Jüdischsein heute und dessen Abseitigkeiten entgeht nichts. … Trotz dieser schwierigen Thematik verliert Rabinovici nie das Komische, das Lächerliche aus den Augen, das dem Versuch anzukommen, per Billigflug oder durch religiösen Eifer, innewohnt.«

jüdisches Berlin Dezember 2010

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