Sibylle Lewitscharoff
Apostoloff - Roman

Apostoloff
Leseprobe » Bestellen »


D: 8,99 €
A: 9,30 €
CH: 13,50 sFr

Erschienen: 19.07.2010
suhrkamp taschenbuch 4180, Broschur, 248 Seiten
ISBN: 978-3-518-46180-8

Inhalt

Zwei Schwestern, unterwegs im heutigen Bulgarien. Auf der ersten Hälfte ihrer Reise waren sie Teil eines prächtigen Limousinenkonvois, der die Leichen von 19 Exilbulgaren – in den Vierzigern von Sofia nach Stuttgart ausgewandert – in ihre alte Heimat überführte. Darunter der frühverstorbene Vater der Schwestern. Jetzt sind sie Touristinnen, chauffiert vom langmütigen Rumen Apostoloff. Er möchte den beiden die Schätze seines Landes zeigen, aber für seine Vermittlungsversuche zwischen Sofia und Stuttgart zeigen die Schwestern wenig Sinn.
Zwei Schwestern, ein Fahrer: Ihre Reise durch Bulgarien wird zur rabenschwarzen, erzkomischen Abrechnung mit dem Vater und seinem Land.

Preis der Leipziger Buchmesse 2009

Pressestimmen

»Die glanzvollste Stilistin der deutschen Gegenwartsliteratur lässt eine Suada gegen Bulgarien los.«

Tilman Krause, Die Welt
»Wie langweilig sind die Modulationen der Liebe, verglichen mit denen des Hasses? Was sind die Worte der Verblendung gegen die der Ernüchterung? Wenn schon genug Romane geschrieben worden sind, in denen den Toten die schönen Gefühle der Nachwelt hinterherzittern, dann geht Sibylle Lewitscharoff in ihrem Roman «Apostoloff» aufs ketzerische Ganze. Der Hass ist der Antrieb einer atemlosen Abrechnung der Tochter mit dem toten Vater. Und er ist die Maske aller ihrer Zuneigungen. ... Das Vater-Land des Romans «Apostoloff» ist in jeder Hinsicht ein Totenreich. Mit grosser Genauigkeit und einem sprachlichen Furor, der in der deutschen Literatur einzigartig ist, macht Sibylle Lewitscharoff den Zusammenhang zwischen Schmerz und Hass deutlich.«
Paul Jandl, Neue Zürcher Zeitung
»Ein langer, unendlich tiefer Traktat darüber, was ein Ich eigentlich ausmacht. ... Für seine Zustände hat Sibylle Lewitscharoff eine eigene, einzigartige Sprache entwickelt, die bis an die Grenzen dessen geht, in Schönheit und Ausdruckskraft, was man auf Deutsch überhaupt ausdrücken kann.«
Thomas Steinfeld, Süddeutsche Zeitung
»Sibylle Lewitscharoff hat einen mitreißenden Roman geschrieben; eine schräge Komödie mit Zügen ins Groteske; angesiedelt zwischen Theologie und brachialem Realismus, ausgestattet mit einer Erzählerin, die Trauer und Trauma in Wut und Verachtung ummünzt.«
Christoph Schröder, Die Tageszeitung
»Ein sagenhaft guter, vor Kampfeslust funkelnder Roman, bis in den letzten Buchstaben aufgeladen mit ketzerischer Energie.«
Meike Fessmann

»Schonungslos beschreibt sie die väterlichen Werte, gleichzeitig vergisst sie den Humor nie.«

Milena G. Klipingat, Goethe Institut

Videobeiträge

Nachrichten

Kommentieren