Thomas Bernhard
Argumente eines Winterspaziergängers - Und ein Fragment zu »Frost«: Leichtlebig. Mit dem Faksimile des Leichtlebig-Typoskripts

Herausgegeben von Raimund Fellinger und Martin Huber
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D: 18,95 €
A: 19,50 €
CH: 27,50 sFr

Erschienen: 20.05.2013
Gebunden, 146 Seiten
ISBN: 978-3-518-42348-6
Auch als eBook erhältlich

50 Jahre Frost

Im Mai 1963 erschien in einer Auflage von 2000 Exemplaren Thomas Bernhards Roman Frost im Insel Verlag. Gleich nach Erscheinen erregte er größte Aufmerksamkeit: Noch nie hatten die Rezensenten und Leser derartig aufwühlende, jede sinnvolle Interpretation übersteigende Sätze gelesen. Der Maler Strauch beschimpfte Gott und die Welt, erkannte um sich herum nur Kranke, Kretins und Todgeweihte.

Um das Irritationspotenzial dieses Romans einzugrenzen, verlegten die Interpreten sich darauf, die sinnlosen, widersinnigen Wortkaskaden des Malers als prototypisch für einen pathologischen Charakter anzusehen, der seinerseits den Zerfall unserer Gegenwart vorlebt.

Aus den vielen Vorstufen zu Frost präsentiert dieser Band aus Anlaß des fünfzigjährigen Erscheinens eine frühe Fassung, in der ein Eisenbahner mit dem Namen Leichtlebig bei einer Kur mit einem Doktor ausgedehnte Spaziergänge unternimmt. Die zweite der für diesen Band ausgewählten Vorstufen datiert aus der Zeit unmittelbar vor der Fertigstellung des Romans: Die Argumente eines Winterspaziergängers gab Thomas Bernhard seinem Freund Gerhard Fritsch, damit dieser sie in der von ihm herausgegeben Zeitschrift Wort in der Zeit publizierte: Bernhard hat für diese Vorabveröffentlichung signifikante Passagen aus dem Roman zu einem 19seitigen Manuskript zusammengefügt.

Das Leichtlebig-Manuskript und Argumente eines Winterspaziergängers werden hier zum ersten Mal veröffentlicht.

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