Milena Busquets
Auch das wird vergehen - Roman

Aus dem Spanischen von Svenja Becker
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D: 19,95 €
A: 20,60 €
CH: 28,50 sFr

NEU
Erschienen: 08.02.2016
Gebunden, 170 Seiten
ISBN: 978-3-518-42527-5
Auch als eBook erhältlich

Inhalt

Ihre Mutter ist tot, und Blanca fährt nach Cadaqués, auf den Sommerfamiliensitz am Meer. Beide Exmänner sind da, die gemeinsamen Kinder, Freundinnen, der Geliebte, sie alle füllen das Haus mit Leben. Für Blanca beginnt eine entrückte Zeit: Stunden auf dem Boot, Frühstück unterm blauen Himmel, Gespräche bis tief in die Nacht, Alkohol, Sex. Und es wäre alles wie immer – würde die verstorbene Mutter ihr nicht auf Schritt und Tritt begegnen und Blanca dazu zwingen, sich zu einer folgenreichen Einsicht durchzuringen.

Auch das wird vergehen ist gravitätisch und leicht, melancholisch und komisch, sanft und heftig, es ist die ergreifende Geste eines langsamen Abschieds – ein wahrhaftiger Roman über Mütter und Töchter, über die Bodenlosigkeit der Trauer und die vertrackten Schönheiten des Lebens.

Im Original erschienen unter dem Titel También esto pasará (Anagrama).

Erscheint in über 40 Ländern

Monatelang auf Bestsellerlisten

 

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Pressestimmen

»Das ist ein zeitloses Buch ... banal und zauberhaft zugleich, alltäglich und ein bißchen paradiesisch, eigentlich aber eine Trauergeschichte. Eine extrem dem Leben zugewandte Trauergeschichte ... eine heitere, bisweilen deftige Feier des Lebens.«

Judith von Sternburg, Frankfurter Rundschau

»Mit dem Roman Auch das wird vergehen stößt Milena Busquets in die vorderste Reihe der spanischen Literatur vor.«

Michael Krüger, Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Ein Roman voller Sinnlichkeit und Erfahrung.«
Vogue
»Ein literarischer Wirbelsturm!«
Le Monde

»Mitreißend! Man schmeckt das Salz, sieht den blauen Horizont, ahnt die Weite des Meeres.«

La Vanguardia

»Eine moderne Françoise Sagan mit der bittersüßen Unbefangenheit Woody Allens.«

El Mundo

»Eine bewegende Liebeserklärung an die verstorbene Mutter und ein gekonnter Balanceakt zwischen Schwerelosigkeit und Tragödie.«

De Standaard

»Busquets [ist] eine Sprachspielerin, deren Wirkung auf einer ausgeprägten Beobachtungsgabe fußt.«

Marianne Kolarik, Kölner Stadt-Anzeiger

»Auch das wird vergehen ist mehr als ein Roman über den Umgang mit der Traurigkeit. Busquets hat eine tiefenphänomenologische Studie über die Sicht des Weiblichen auf das Männliche und insbesondere auf der Liebe geschrieben.«

Thorsten Schulte, literaturkritik.de

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Kommentare

Heilt die Zeit alle Wunden, oder tut sie's nicht? - Diese Frage beschäftigt die Protagonistin Blanca in diesem Roman unbewusst fast durchgängig seit dem Tod ihrer Mutter.
Blanca ist eine Frau über 40, die bereits zwei Kinder (von zwei Exmännern) hat und aus meiner Sicht führt sie ein sehr freies Leben (vor allem sexuell gesehen), das den Anschein macht, als wäre Blanca völlig unbeschwert und offen und voller Liebe. Dennoch bricht eine gewisse Melancholie, Traurigkeit und Verlorenheit in den Sätzen und Gedanken von und über die Protagonistin durch.

Gerichtet ist diese Geschichte hauptsächlich an Blancas tote Mutter, von der man allerhand erfährt - ebenso wie von der Beziehung zwischen Mutter und Tochter, die eine ganz spezielle gewesen sein dürfte. Obwohl die Mutter schon sehr alt und krank war und Blanca schon damit rechnen musste, dass es bald zu Ende mit ihr geht, hat sie der Tod trotzdem völlig getroffen und aus der Bahn geworfen. Das zeugt nur umso mehr davon, dass die Mutter in Blancas Leben einen richtigen Anker dargestellt haben muss ...

»Es hinzubekommen, dass man schwerelos ist und nichts schwer, wo doch die Traurigkeit alles tonnenschwer macht.«
(S. 66)

In diesem Roman erfährt man dann viel über die Ablenkungsmethoden, die Blanca wählt, um über den Tod ihrer Mutter hinwegzukommen. Vor allem Männer spielen dabei eine sehr große Rolle: Exehemänner, ein Geliebter und ein Fremder, der die Beerdigung ihrer Mutter besucht hat.
Gefallen hat mir daran vor allem diese Lockerheit und die erwartungsfreie Haltung der Protagonistin, was den Sex und das Beisammensein betrifft. Da wird zum Beispiel mit dem Exmann geschlafen und dann »Lass uns heiraten!« gesagt. - Natürlich nicht wirklich völlig ernst gemeint, aber allein schon diese lockere »kann-man-machen-wenn-man-will-Einstellung« hat was Faszinierendes. - Das Leben ganz leicht und locker und nicht gänzlich ernst zu nehmen, ist eine Sache, die normalerweise gar nicht so leicht zu erlernen ist, wenn man es nicht schon, wie in Blancas Fall, von einem Elternteil mitbekommen hat ...

»Leichtigkeit ist eine Form von Eleganz«, sagte ich, »leicht und fröhlich zu leben ist sauschwer.«
(S. 51/52)

Die vielen zum Nachdenken anregenden Textstellen, die auf diesen 170 Seiten zu finden sind, haben mich ebenfalls sehr begeistert. Nicht nur, weil ich eine passionierte Zitatesammlerin bin, sondern auch weil ich mit allen davon etwas anfangen/mich damit identifizieren konnte.
Dies ist ein wirklich wundervoller Roman zum Abtauchen, für ruhige Stunden, einfach zum Nachdenken und Genießen.
Janine2610, 07.03.2016

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