Hartmut Rosa
Beschleunigung und Entfremdung - Entwurf einer kritischen Theorie spätmoderner Zeitlichkeit

Aus dem Englischen von Robin Celikates
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Erschienen: 20.05.2013
Broschur, 154 Seiten
ISBN: 978-3-518-58596-2
Auch als eBook erhältlich

»Was ist ein gutes Leben – und warum haben wir keins?«

Die rasante Beschleunigung des sozialen Lebens ist eines der hervorstechenden Merkmale der Gegenwart, wird in den Sozialwissenschaften aber häufig übersehen. Hartmut Rosa hat mit seinen maßgeblichen Untersuchungen diesbezüglich Grundlagenarbeit geleistet. In seinem neuen Essay legt er dar, wie eine kritische Gesellschaftstheorie verfasst sein muss, die den Zusammenhang von Beschleunigung und Entfremdung ernst nimmt.

Im Mittelpunkt steht die Frage nach dem guten Leben – und warum es uns heute vielfach nicht gelingt, ein solches zu führen. Immerhin sind durch die Liberalisierung moralischer Normen und sozialer Konventionen die in den westlichen Gesellschaften vorhandenen Freiräume des Einzelnen größer denn je, sich ein eigenes Konzept des guten Lebens zu wählen und zu verwirklichen. Dieser Liberalisierung steht jedoch die scheinbar unaufhaltsame Beschleunigung des sozialen Lebens im Kapitalismus gegenüber. Dieses Regime der Deadlines lässt Lebensentwürfe scheitern und führt zu einem sich immer stärker ausbreitenden Gefühl der Entfremdung.

Behutsam und anhand von konkreten Beispielen sucht Rosa nach Formen nichtentfremdeten Lebens. Sein pointierter Essay ist nicht nur eine konzise Einführung in die Theorie der Beschleunigung, sondern eröffnet auch erste Perspektiven, wie wir dem rasenden Stillstand entkommen können.

Im Original erschienen unter dem Titel Alienation and Acceleration. Towards a Critical Theory of Late-Modern Temporality (NSU Press).

Pressestimmen

»Hartmut Rosa hat ein sehr anregendes Buch vorgelegt, das gerade für den interessierten Laien ein guter Einstieg ist, um die Arbeit des angesehenen Jenaer Soziologen kennenzulernen. Der Essay ist ungeachtet seiner gedanklichen Dichte sehr verständlich und anschaulich geschrieben.«

Wolfgang Storz, taz. die tageszeitung

»Der Grundton seines Denkens ist fragend, und damit von ernst gemeinter Dringlichkeit.«

Mara Delius, Die Literarische Welt

»Eine nicht gerade leichte Lektüre - aber eine durchaus lohnende.«

Hartmut Handt, podium Februar 2014

»Eine geistvolle, sehr anregende Analyse der Spätmoderne, mit der es Rosa gelingt, disparate (negative) Erfahrungen moderner Subjekte … unter einer zentralen Perspektive zu analysieren und in Kontakt zueinander zu bringen. Dadurch entsteht eine  – wenn auch komplexe – klare(re) Gestalt der Faktoren und Einflussgrößen, die ein ›gutes Leben‹ in der Spätmoderne beschränken …«

Gert-Holger Klevenow, socialnet.de

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