Miltiadis Oulios
Blackbox Abschiebung - Geschichte, Theorie und Praxis der deutschen Migrationspolitik

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D: 16,00 €
A: 16,50 €
CH: 23,50 sFr

Erschienen: 07.12.2015
Broschur, 512 Seiten
ISBN: 978-3-518-07253-0
Auch als eBook erhältlich

Inhalt

Noch im Juli 2015 erklärte Angela Merkel einer jungen Palästinenserin, manche Flüchtlinge müssten »auch wieder zurückgehen«. Der Satz erinnert daran, dass die »Willkommenskultur« nur eine Seite der Medaille ist. Die andere, das Wegschicken und Ausweisen, findet meist im Verborgenen statt. Miltiadis Oulios bringt Licht in die »Blackbox Abschiebung«. Er skizziert die Geschichte der deutschen Asylpolitik und zeigt anhand der Lebensläufe von Abgeschobenen, welch brutale Konsequenzen solche Maßnahmen haben. In einer Welt der Flüchtlingsströme und der oft auch erwünschten Mobilität plädiert er für eine kosmopolitische Haltung und die Schaffung legaler Migrationsmöglichkeiten. Abschiebung, so der Autor, könne die Beantwortung brennender Fragen der Gegenwart nur aufschieben – lösen werde sie sie nicht.

Aus dem Buch

»Die Funktion von Abschiebungen besteht nicht darin, Einwanderung zu verhindern. Ihre Funktion besteht darin, die Ausweitung der Demokratie zu verhindern.«

Pressestimmen

»Ein Buch, das die Balance zwischen Theorie und Empirie, Empathie und ploitischer Analyse mit traumwandlerischer Sicherheit hält, sodass es zum Spannendsten gehört, was in den letzten Jahren in diesem an Publikationen nicht armen Bereich veröffentlicht wurde.«

bücher

Eine »spannende und politisch herausfordernde Lektüre, die nicht auf Mitleid abzielt, sondern Perspektiven eröffnet, die eine andere Politik denkbar machen. Die umfangreiche Lektüre liefert ausreichend Futter für kritische und engagierte Argumentationen gegen eine der brennendsten Unrechtssituationen unserer Gesellschaft...«

Magdalena Freudenschuß, südlink Nr. 166, Dezember 2013

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Kommentare

Sehr gut gelungenes Buch. Ein Standardwerk!!! Eine Geschichte hat mich sehr mitgenommen. Die von Alabamou Mamah aus Togo, der sich in den Main stürzte und ertrank, nachdem sein Asylantrag entgültig abgelehnt wurde. Aus seinem Abschiedsbrief an den deutschen Richter: Ihm solle »bewusst sein, dass die Welt niemandem gehört«.

Herr Oulios, ich danke Ihnen vom Herzen

antonius
antonius, 20.05.2013

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