Mark Greif
Bluescreen - Essays

Herausgegeben und aus dem Englischen von Kevin Vennemann
Bluescreen
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Erschienen: 14.11.2011
edition suhrkamp 2629, Broschur, 231 Seiten
ISBN: 978-3-518-12629-5

»Mark Greif ist der klügste, originellste und lustigste amerikanische Essayist der Gegenwart. Wer wissen will, in was für einer Zeit wir leben, sollte dieses Buch lesen.«

Jens-Christian Rabe, Süddeutsche Zeitung

 

Inhalt

Ein Schritt weiter, die Anthologie mit Texten aus dem New Yorker Magazin n+1, stieß 2008 auf überwältigende Resonanz: Die Zeit nannte den Band einen »Rosinenbomber voll origineller Gedanken«, die NZZ bezeichnete ihn als »anregend, geistreich und erfrischend frech«. Mark Greif, einer der Herausgeber von n+1, gilt als einer der talentiertesten amerikanischen Essayisten seiner Generation, er verbindet narratives Geschick mit zeitdiagnostischer Klarheit.

Der Band versammelt seine Texte über die digitalen Medien, die unseren Alltag erobern: YouTube, Reality-TV, Internet-Pornographie. In einem der Essays schildert er, wie schwer es für einen mit Rock sozialisierten weißen Ostküstenakademiker ist, Rappen zu lernen. Immer wieder scheitert er daran, 17 Silben in zwei Takten Musik unterzubringen.

Pressestimmen

»Ob Hip-Hop, Sex oder ökonomische Ungleichheit: Die hellsichtige Analyse der tief in der amerikanischen Kollektivpsyche verankerten Spannung zwischen dem Streben nach individueller Freiheit und Selbstverwirklichung und dem permanenten Scheitern dieses Anspruchs an den gesellschaftlichen Bedingungen grundiert Greifs Essays und verleiht ihnen ihr aufklärerisches Ethos.«

Philipp Albers, dradio.de

»Rousseau, Rap, Realityfernsehen und die Zukunft der Demokratie: ein Strauß bunter Gegenwartsdiagnosen vom kommenden Großmeister der Popkritik.«

Jens Balzer, Frankfurter Rundschau

»Die Form, die Greif in seinen Essays entwickelt, ist ein schneller Wechsel von analytischen Passagen, akrobatisch brillanten assoziativen Sprüngen und erzählerischen Elementen, und man darf sich von der Lässigkeit des Tons nicht täuschen lassen – die Verbindung von Alltagsphänomenologie, Ideologiekritik und einer Analyse, die ihre Theorien immer gleich an den Anekdoten aus dem eigenen Leben und Erleben verifiziert, steht in einer Traditionslinie, die direkt ins Paris der sechziger und siebziger Jahre, und dort vor allem eben zu Roland Barthes' ›Mythen des Alltags‹ führt. (…) Einen Text widmet er der ›Realität von Reality TV‹, für deren Analyse er kulturhistorisch bis zu Rousseau zurückzappt, der ›davon ausging, dass in einer wahrhaften Republik Vorführungen der alltäglichen Aktivitäten der Bürger für Unterhaltung sorgen würden‹ – woraus Greif eine Medientheorie entwickelt, die zum Klügsten gehört, was neben David Foster Wallace' Erzählungen zum Thema Fernsehkultur geschrieben wurde.«

Niklas Maak, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

»Er schreibt radikal subjektiv, mischt Analysen und Anekdoten, lose verbunden durch seine Hauptdiagnose: die totale Ästhetisierung und Dramatisierung unseres Lebens. … Greifs Texte sind nicht immer stringent, aber sie stecken voll schlauer Schlaglichter auf Alltagsphänomene.«

Tobias Becker, KulturSpiegel Heft 12, Dezember 2011

»Seine Qualität als Autor besteht unter anderem darin, dass er nicht nur die Gesellschaft mal amüsiert, mal irritiert beobachtet, sondern auch sich[...].Mark Greif ist vor allem deshalb ein derart talentierter Schreiber, weil er so gute Bilder findet.«

Silke Hohmann, monopol Januar 2012

Videobeiträge

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