Marcel Proust
Briefe - 1879 - 1922 (2 Bde.)

Herausgegeben von Jürgen Ritte. Aus dem Französischen von Jürgen Ritte, Achim Russer und Bernd Schwibs
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D: 78,00 €
A: 80,20 €
CH: 105,00 sFr

Erschienen: 12.09.2016
Leinen, 1479 Seiten
ISBN: 978-3-518-42540-4

SZ/NDR-Bestenliste Sachbuch

Das Panorama einer ganzen Epoche

Marcel Proust war ein äußerst produktiver Briefschreiber. Für den Dichter, der häufig ans Bett gefesselt war, trat der Brief oft an die Stelle des persönlichen Gesprächs. In seinen Korrespondenzen erleben wir den Autor von den verschiedensten Seiten: als Schriftsteller, der mit seinem Verleger bis buchstäblich zum letzten Atemzug um jede Zeile seines Werkes kämpft. Als mutigen Literaten, der im Skandalprozess um den jüdischen Hauptmann Dreyfus früh das Wort ergreift und sich für den zu Unrecht Verurteilten einsetzt. Als Muttersohn und als Werbenden in homoerotischen Freundschaften. Immer wieder brilliert Proust auch als witziger Erzähler mit Blick fürs skurrile Detail. Wie er sich verzweifelt gegen Handwerkerlärm aus der Nachbarwohnung zur Wehr setzt oder auf groteske Finanztransaktionen einlässt, gehört zu den amüsantesten Aspekten dieser Korrespondenz.
Diese erste umfassende deutsche Briefausgabe mit ihren annähernd 600 Briefen an Freunde, an die Mutter, an Schriftstellerkollegen, Gesellschaftsmenschen, Kritiker und Verleger dokumentiert aus Prousts unzensiert-privater Sicht seine ganze Entwicklung von den frühen literarischen Fingerübungen bis hin zur Vollendung der Recherche. Einleitung, ausführliche Stellenkommentare, Zeittafel, Kurzporträts aller Briefempfänger und Register erschließen die Briefe und damit das faszinierende Panorama einer ganzen Epoche.

Pressestimmen

»Eine prächtige Auswahlausgabe ...«

Stefan Zweifel, Neue Zürcher Zeitung

»Die reich kommentierte Auswahl von Jürgen Ritte ist schlichtweg: fabelhaft.«

Peter von Becker, Der Tagesspiegel

»… ein zweibändiges Monument, das zu den formidabelsten Proustiana der letzten Jahrzehnte zählt.«

Michael Maar, Süddeutsche Zeitung

»Prousts Briefe als wild brodelnde Vorstufe seines großen Romanwerks: Der Tratsch, die Zartheit, das Raffinement und die Preziosität – alles da.«

Ijoma Mangold, DIE ZEIT

»Ein Buchwunderwerk ... Die Übersetzungen – alle neu angefertigt, selbst in Fällen bereits vorhandener aus früheren deutschen Briefbänden – sind von großer Eleganz und Akkuratesse.«

Andreas Platthaus, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»572 Briefe auf insgesamt 1.500 Seiten, ausführliche, nützliche und kluge Anmerkungen, eine ausgiebige Chronologie eingeschlossen ... ausgezeichnet übersetzt. Proust-Aficionados werden's danken.«

Erhard Schütz, der Freitag

»Diese Bände lassen keine Wünsche offen. Besser, gründlicher, leserfreundlicher kann man es nicht machen.«

Klaus Bellin, neues deutschland

»... eine grandiose Auswahl ... auf bewundernswert detaillierte Weise kommentiert ...«

Wolf Lepenies, Die literarische Welt

»So liebevoll gestaltet, dass man sofort spürt, hier waren Menschen am Werk, die noch einen Zusammenhang sehen zwischen Leben und Lesen.«

Martin Lüdke, faustkultur.de

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