Cees Nooteboom
Briefe an Poseidon

Aus dem Niederländischen von Helga van Beuningen
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D: 19,95 € *
A: 20,60 €
CH: 28,50 sFr

Erschienen: 17.09.2012
Gebunden, 224 Seiten
ISBN: 978-3-518-42294-6

»Poetisch und klug.«

DIE ZEIT

 

Inhalt

Ist Poseidon überhaupt am menschlichen Treiben interessiert, verfolgt der Herrscher der Meere noch unser Tun? Cees Nooteboom lässt es darauf ankommen: Er schreibt Briefe an den Gott mit dem Dreizack, den er jeden Herbst, wenn er seine Sommerinsel verlässt, um Erlaubnis bittet, im nächsten Jahr zurückkehren zu dürfen. Darin erzählt er von seinen täglichen Beobachtungen, von seinen Gedanken über Götter und Gott, vom neuen Blick auf alte Mythen. So führt etwa eine zufällige Strandbegegnung zur Frage, ob ein kleiner Junge der Spiegel sein kann, in dem das eigene Alter verfliegt. Die Pflanzen im mediterranen Garten des Autors wiederum kümmert das wenig, sie führen ihr eigenes Leben: Hibiskus und Kakteen setzen sich geduckt zur Wehr, wenn das Radio die wuchtigen Klänge Bayreuths durch die Luft wehen lässt. Und die Agave, die vermutlich mit mexikanischem Akzent spricht, verfolgt ohnehin eine nur ihr bekannte Mission.

Meisterhaft beherrscht Cees Nooteboom die Kunst, hinter den kleinen Dingen die großen Weltfragen aufblitzen zu lassen. Seine Korrespondenz mit dem Meeresgott bezaubert: Verspielt und tiefernst, lakonisch und poetisch, lässt sie das Erzählte in einem klaren, warmen Licht erscheinen.

Pressestimmen

»Die unbeantworteten Briefe an den Meeresgott rahmen eine lose Folge von Reflexionen über Alter und Endlichkeit, Zeit und Ewigkeit und ihre Spiegelungen in einer ob ihrer Flüchtigkeit stets kostbarer werdenden Gegenwart ... So ist dieses dokumentierte Schreiben ehrlich und von großer Offenheit geprägt ...«

Astrid Kaminski, Frankfurter Rundschau

»Von dieser literarischen Götterspeise sollte man kosten.«

Bernd Graff, Süddeutsche Zeitung

»Cees Nooteboom . . .  ist mit den Briefe an Poseidon, ein kleines Meisterwerk gelungen, das sich liest wie die Flaschenpost eines einsamen Inselbewohners: Botschaften, die mit keiner Antwort mehr rechnen.«

Klara Obermüller, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag

»Ein Blickkünstler, einer, der die Dinge verwandelt in eine Sprache, die schön ist und leuchtet.«

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

»Nootebooms Briefe an Poseidon sind ein weltläufiges, charmantes Gespinst aus 23 Kapiteln mit Notaten und Aussagen – letztlich durchstreift der Autor 2000 Jahre Kulturgeschichte um den antiken ›Erderschütterer mit dem Dreizack.‹«

Grit Schorn, Aachener Zeitung

»Eines der schönsten Geschenke für jemanden, der gerne liest.«

Arno Widmann, Frankfurter Rundschau Online

»Ein buntes, geheimnisvolles Sammelsurium, in dem sich Cees Nooteboom einmal mehr als großartiger Stilist und metaphysischer Denker mit Phantasie und Tiefgang präsentiert.«

Stefan Meetschen, Die Tagespost

»Leichtsilbig und rastlos wechselt er zwischen dem Reich der Wissenschaften und dem Reich der Mythen, um mit dem ›Arsenal‹-Blick des Mythischen auf die Realität zurückschauen zu können. Aus dieser kreativen Denkbewegung heraus entstehen kostbare Miniaturen, in denen das Faust-Thema anklingt: Was ist es, was diese Welt im Innersten zusammenhält?«

Deutschlandradio Kultur

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