Brigitta Eisenreich
Celans Kreidestern - Ein Bericht. Mit Briefen und anderen unveröffentlichten Dokumenten

Unter Mitwirkung von Bertrand Badiou
Celans Kreidestern
Bestellen »


D: 22,80 €
A: 23,50 €
CH: 34,90 sFr

Erschienen: 19.04.2010
Gebunden, 266 Seiten
ISBN: 978-3-518-42147-5

Inhalt

„Von allem Anfang an war mir klar, daß ich in etwas Schweres hineinging, daß es sich um keine Liebschaft der Art handeln konnte, deren Ort, Namen, Umstände, wenn ihre Zeit vorbei war, man leicht vergessen könnte.“  Brigitta Eisenreich 

 

 

Als Paul Celan Brigitta Eisenreich kennenlernt, hat sie ihre österreichische Heimat und ihre katholische Umgebung verlassen und lebt als Au-pair-Mädchen und Studentin in Paris. Sie ist 25, Celan 33 Jahre alt. Die zehnjährige Beziehung beginnt kurz nachdem Celan Ende 1952 Gisèle de Lestrange geheiratet hat. Bei der Geliebten findet Celan, der im Alltag Französisch spricht, die Sprache seiner Mutter wieder. Sprach- und Liebesakt werden eins – in vieler Hinsicht ist Brigitta Celans deutsche Frau in Paris.

 

Diese Liebesbeziehung ist eine der längsten und verborgensten Celans: fast keine Briefe, in den Büchern Widmungssternchen, ein Kreidestern auf der Schiefertafel an der Tür, wenn Celan Brigitta nicht antrifft. Man liest zusammen oder findet sich zu einem festlichen Mahl. Celan schenkt Brigitta Bücher, ein Buch etwa über Erotik in der jüdischen Mystik, er möchte sie zu einer „Herzens-Jüdin“  machen.

 

Es ist die Lektüre der Briefwechsel Celans mit seiner Frau Gisèle und mit Ingeborg Bachmann, die Brigitta Eisenreichs persönlichste Erinnerungen an Paul Celan auslöst und sie selbst zum Schreiben bringt. Aus der Intensität dieses Erinnerns öffnet sich ein neuer Blick auf Celans Werk und sein Leben, auf die Strahlkraft ebenso wie auf die Gegensätze und das Rätsel seines Wesens.

 

 

 

Pressestimmen

»Ihre Gedichte sind die ’Heimliche Begleitmusik‘ zu Celans Lyrik.«

Renate Wiggershaus, Frankfurter Rundschau

»Brigitta Eisenreich geht es um Tatsachen, um Lebensmaterial, das neue Deutungen ermöglicht und das Bild dieses vielgesichtigen Poeten noch weiter kompliziert. ... ein sehr schönes, durch seine noble Sachlichkeit berührendes Buch.«

Iris Radisch, Die Zeit

»Das Ergebnis ist insofern überraschend, als Brigitta Eisenreich merklich mit ihrem Lebensmaterial kämpft und recht extravagant die Textsorten wechselt. Zum einen betätigt sie sich als Hobby-Hermeneutikerin und rekonstruiert die Entstehungsgeschichte der Celan-Gedichte. Zum anderen spürt sie dem eigenen Leben nach ...«

Jürgen Becker, Süddeutsche Zeitung

Kommentieren