Attila Bartis
Das Ende

Roman Aus dem Ungarischen von Terézia Mora
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Erschienen: 09.10.2017
Gebunden, 751 Seiten
ISBN: 978-3-518-42763-7
Auch als eBook erhältlich


ORF-Bestenliste
 

Inhalt

András Szabad wächst in einer ungarischen Kleinstadt auf, innig geliebt von seiner Mutter, einer Bibliothekarin. 1956 wird sein Vater wegen Teilnahme am Aufstand verhaftet. Als er nach drei Jahren völlig gebrochen nach Hause kommt, stirbt die Mutter – das Ende einer Kindheit. Mit dem Vater zieht er nach Budapest, und András entdeckt das Fotografieren. Die Kamera wird seine Leidenschaft, das Organ, mit dem er der Welt auflauert, sie sich vom Leib hält und aufs Bild bannt. Nie lässt er sie los, die Kamera ist immer dabei, auch wenn er sich verliebt.

Als er Jahrzehnte später vom Unfalltod Évas erfährt, einer nach Amerika emigrierten Pianistin, mit der ihn eine Amour fou verband, beginnt er sein Leben niederzuschreiben – kurze Episoden, gestochen scharfe Dialoge, wie in einem Kammerspiel. Eine unheimliche Kälte und Einsamkeit durchweht diesen Künstlerroman, der um die Frage kreist, woher die Gewalt und die Verletzlichkeit kommen, die András in sich spürt.

»Schöner hat lange niemand mehr von der Düsternis erzählt«, schrieb die FR über Attila Bartis und seinen Roman Die Ruhe. »Unerklärlich die atemberaubende Stilsicherheit« (ZEIT) des jungen Autors, seine »Leichtigkeit im Umgang mit der Last der Geschichte« (NZZ). Fünfzehn Jahre hat Attila Bartis an seinem nächsten Roman gearbeitet: Das Ende ist sein opus magnum: ein Werk, das mit unerbittlicher Genauigkeit von erotischer Abhängigkeit, Lüge und Erpressung erzählt.

Aus dem Buch

»Wer in den Menschen keinen Trost finden kann, für den ist auch Gott nur eine Kulisse.«

Pressestimmen

»Lange ist kein Künstlerroman mehr so integral erzählt worden wie dieser.«

Katharina Teutsch, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Im Einfangen trüber Stimmungen ist Attila Bartis ein Meister. ... Dieser Roman ist kein Muntermacher. Aber wenn man sich auf die ganzjährige Novemberstimmung eingelassen hat, nimmt er einen bald gefangen.«

Norbert Mappes-Niediek, Frankfurter Rundschau

»Bartis hat ein unheimliches Gefühl für die morbiden Seiten der menschlichen Existenz ... .«

St. Galler Tagblatt

»Bartis ... liefert mit diesem dickblütigen Roman ein düsteres, messerscharf formuliertes Kammerspiel, in dem die Erinnerung zum letzten Haltegriff eines aus der Spur geratenen Lebens ist.«

Bernd Melichar, Kleine Zeitung

»Der Roman ist neben vielem anderen eine literarische Reflexion über Fotografie. Und vollbringt das Kunststück, experimentelle Blickwinkel auf Erzählen und Erinnerung mit erotischer Aufladung und atemloser Spannung zu verbinden.«

Ö1

»Das Ende ist ein Buch, das einen noch lange nicht entlässt, wenn man an sein Ende gekommen ist.«

Cornelius Hell, ORF

»Atmosphärisch dicht ist [der] Roman, reich an Details, komplex in seiner Moral. Es wird nie wirklich hell, aber man blickt trotzdem tief hinein in eine Welt, die einen nicht gleichgültig lassen kann. Terézia Mora hat Bartis' Roman in ein geschmeidiges Deutsch übersetzt, das bei aller Düsternis fast beschwingt klingt.«

Christoph Bartmann, Falter 41/2017

»Attila Bartis inszeniert in seinem dritten Roman furchtlos und obszön, stellt aber auch sehr gegenwärtig und einfühlsam die Frage nach Verdrängen und Vergessen.«

Malte Spitz, spex.de

»Von Terézia Mora kongenial übersetzt, ist Das Ende von Attila Bartis ein wunderbarer, tiefgehender und melancholischer Roman, den man, hat man einmal im Rhythmus des Autors Fuß gefasst, nicht mehr aus der Hand legen will. [...] Für diesen Rezensenten ohne Zweifel das Buch des Jahres 2017.«

Roland Freisitzer, sandammeer.at

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