Matthias Jestaedt, Oliver Lepsius, Christoph Möllers, Christoph Schönberger
Das entgrenzte Gericht - Eine kritische Bilanz nach sechzig Jahren Bundesverfassungsgericht

Das entgrenzte Gericht
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Erschienen: 22.08.2011
edition suhrkamp 2638, Broschur, 420 Seiten
ISBN: 978-3-518-12638-7

Inhalt

Während die Unzufriedenheit mit Politikern und Parteien zunimmt, bleibt die Beliebtheit des Bundesverfassungsgerichts ungebrochen. Urteile wie zum Lissabon-Vertrag, zur Onlinedurchsuchung oder zur Höhe der Hartz-IV-Sätze werfen jedoch die Frage auf, inwiefern die Karlsruher Richter bisweilen die Grenzen ihrer institutionellen Zuständigkeit überschreiten. Anläßlich des 60. Jahrestags der Eröffnung des Bundesverfassungsgerichts unternehmen vier renommierte Juristen daher den Versuch einer wissenschaftlichen Kritik an Deutschlands beliebtestem Verfassungsorgan.

Pressestimmen

»Alles in allem bietet der Band ungewöhnliche verfassungsrechtliche und politische Literatur. Diese verwandeln eine Institution, über die man eigentlich alles schon zu wissen glaubt, auf unmerkliche Weise in eine höchstrichterliche Werkstatt des Grundgesetzes, in eine Baustelle von recht und Politik. Reich an Informationen und Analysen, an Anregungen und Ideen, setzt diese Lektüre das Denken in Bewegung.«

Horst Meier, WDR3

»Das ist ein wunderbares, ein fesselndes, lehrreiches und anregendes Buch. (…) Das Beste: Hier schreiben herausragende Staatsrechtslehrer der jungen Generation, die einander in Geist, Betrachtungsweise und Sprache vielfach verwandt sind, über einen Gegenstand, der ihnen am Herzen liegt. Das zeigt sich auch und gerade bei kritischen Passagen. Die vermitteln nicht Distanz oder gar beckmesserische Genugtuung, sondern Bedauern oder gar staatsbürgerliches Mitleiden.«

Winfried Hassemer, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Insgesamt bietet der Band eine sehr lesenswerte, heutzutage viel zu seltene, weil grundsätzliche und im weitesten Sinne rechtspolitologische Erörterung von Bundesverfassungsgericht und Verfassungsgerichtsbarkeit, Ermächtigung zur Maßstabsetzung und Selbstermächtigung, Legalität und Legitimation, die über die alltägliche, bloße Kommentierung von Entscheidungen weit hinausreicht.«

Roobert Chr. von Ooyen, pw-portal.de

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