Karl Heinz Bohrer
Das Erscheinen des Dionysos - Antike Mythologie und moderne Metapher

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Erschienen: 06.10.2015
Gebunden, 389 Seiten
ISBN: 978-3-518-58618-1
Auch als eBook erhältlich

Inhalt

Wurde Dionysos erst in der Moderne dionysisch? Dionysos, Sohn des Zeus, Gott der Ekstase, wurden viele Eigenschaften zugeschrieben. Aber nur eine unterscheidet ihn von allen anderen Göttern: sein plötzliches »Erscheinen«, jene mysteriöse Ereignishaftigkeit, die mit seinem Auftreten verbunden war und schon in den griechischen Texten thematisch wurde. Karl Heinz Bohrer begibt sich in seinem neuen Buch auf die Spuren dieser Eigenschaft des Dionysos und zeigt, wie sie sich sukzessive vom Mythos abgelöst hat und nach 1800 zum Signum der romantisch-modernen Literatur und Philosophie wurde.

Hölderlins dionysischer Augenblick, Nietzsches dionysische Ästhetik und die mythopoetische Metapher der modernen Lyrik bei Pound, T. S. Eliot, Rilke und Paul Valéry sind die wichtigsten Stationen, an denen das Dionysische des modernen Dionysos erkennbar wird: als Ausdrucksform des »Ereignisses« und des »Erscheinens«, die zu zentralen Kategorien der zeitgenössischen Kunst- und Literaturtheorien werden. Die Diskussion der Theorie des »Ereignisses« im Surrealismus sowie prominent bei Martin Heidegger und Jean-François Lyotard schließt diese fesselnde Studie zum dionysischen Diskurs der Moderne ab.

Aus dem Buch

»Mythopoetisches Schreiben heißt nicht den Mythos wiederholen.«

Pressestimmen

» ... es ist ein Erlebnis, Bohrer auf seinen Gängen durch Mythos und Ästhetikgeschichte oder auch nur durch einzelne Gedichte zu begleiten.«

Jörg Magenau, Deutschlandradio Kultur

»Im großen Bogen seiner Dionysos-Studie ist Bohrer sehr stark und ebenso überzeugend darum bemüht, das Dionysische von allen reliogiösen, politischen oder ideellen Implikationen zu lösen.«

Andreas Tobler, Theater der Zeit 11/2015

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