Alexander Kluge
Das fünfte Buch - Neue Lebensläufe. 402 Geschichten

Das fünfte Buch
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Erschienen: 23.01.2012
Leinen, 564 Seiten
ISBN: 978-3-518-42242-7

»In keinem anderen Buch Alexander Kluges treten in dem weitläufigen Gewebe der Lebensläufe die Momentaufnahmen aus der eigenen Biographie und der näheren und ferneren Familiengeschichte so sehr als roter Faden hervor wie in diesem Fünften Buch

Lothar Müller, Süddeutsche Zeitung

 

Inhalt

»Unsere Lebensläufe sind die Häuser, aus deren Fenstern wir Menschen die Welt deuten: ein Gefäß der Erfahrung für das literarisch Erzählbare.« Alexander Kluge


Mit diesem Fünften Buch gelangt Alexander Kluges großes Erzählprojekt zu seinem Abschluß. In vier voraufgegangenen Bänden, der zweibändigen Chronik der Gefühle und den einbändigen Geschichtensammlungen Die Lücke, die der Teufel läßt sowie Tür an Tür mit einem anderen Leben, wurden seit dem Jahr 2000 die über sechs Jahrzehnte hinweg entstandenen Geschichten des Autors in großformatigen Bänden versammelt. Alle Geschichten, die darin nicht enthalten waren, werden diesem Eckband seines Lebenswerks nun auf neue Weise eingeschrieben: konzentriert und endgültig.

Darüber hinaus aber führt Das fünfte Buch mit einer großen Gruppe »Neuer Lebensläufe« auf den Beginn von Kluges Laufbahn als Erzähler zurück. Seine Lebensläufe erschienen 1962, vor genau 50 Jahren. Und wieder nutzt dieser Erzähler sein bewährtes Gefäß: den »Lebenslauf« als das Gefäß aller Erfahrung – für Abgründe der Vernunft, für Brückenköpfe zu offenen Horizonten, für die realistisch-antirealistische Doppelnatur des Menschen und den inneren Partisanen in jedem von uns.

Pressestimmen

»Noch immer und immer mehr versteht sich Alexander Kluge auf die Kunst der Verdichtung, die man nicht als Lakonismus missverstehen sollte. In der Konzentration der literarischen Miniatur ergibt sich ein Höchstmass an Empathie.«

Roman Bucheli, Neue Zürcher Zeitung

»Dieser ›Eckband‹ von Alexander Kluges Lebenswerk ist eine große Wundertüte für ehemalige eigensinnige Kinder, deren Träume von einer besseren Welt nicht in Erfüllung gegangen sind.«

Friedmar Apel, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Es ist diese Panoptische Perspektive, die Kluges Bücher so faszinierend macht...«

Uwe Schütte, Wiener Zeitung

»Immer sind es Zeugnisse von Verletzungen, wie sie entstehen, wenn der einzelne auf die Härte der Verhältnisse trifft. Darin bleibt Kluge seinem bekannten aufklärerischen Gestus treu: Literatur so zu gestalten, dass man aus ihr lernen kann. So altmodisch dieses Programm auch sein mag, es hat nichts von seiner klassischen Wucht eingebüßt.«

Edelgard Abenstein, Deutschlandradio Kultur

»Alexander Kluges Geschichten besetzen in der Deutschen Gegenwartsliteratur eine Lücke, die nichtmal der Teufel ausfüllen kann.«

Annett Gröschner, WDR3

»Seine assoziative Prosa, seine Sammlung bisweilen aphoristisch zugespitzter Gedankensplitter kommen wie ein freischwebendes, gigantisches, reflektierendes Oeuvre daher.«

Peter Mohr, Stadtspiegel Wattenscheid

»Er sucht keine Muster, sondern Begegnungen, die Augen, den Blick des Gegenüber. Derartige Neugier ist nie zu stillen und stiftet entsprechend Unruhe, eine Weise des Beunruhigt- und Berührtseins, die für Kluge die Voraussetzung von Empathie und das Ziel aller Kunst ist. Er ist ein Neugieriger, der mit dem Staunen nicht fertig wird. Nicht darüber, wie Leben laufen, nicht darüber, dass sie trotz allem weiter verlaufen, nicht über den Umstand des Lebensverlaufens selbst.«

Dirk Pilz, nachtkritik.de Februar 2012

»Der Leser erlebt ein beglückendes Gefühl wie beim Öffnen eines verstaubten Koffers mit alten Erinnerungsstücken. Er kann das Buch überall aufschlagen und hier und dort schmökern. Er kann von Geschichte zu Geschichte springen und so versuchen, sich die Welt anzueignen - nachdenklich und unterhaltsam.«

Manfred Orlick, literaturkritik.de April 2012

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