Didier Fassin
Das Leben - Eine kritische Gebrauchsanweisung

Frankfurter Adorno-Vorlesungen 2016 Übersetzt von Christine Pries
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Erschienen: 09.10.2017
Gebunden, 191 Seiten
ISBN: 978-3-518-58710-2
Auch als eBook erhältlich

Eine philosophische Ethnografie des Lebens


Das Leben gilt, in Adornos Worten, seit der Antike als der eigentliche Bereich der Philosophie, die nach dem richtigen und guten Leben fragt. Seit etwas mehr als einem Jahrhundert ist das Leben aber auch zu einem Gegenstand der Sozialwissenschaften geworden. Der renommierte französische Mediziner, Anthropologe und Soziologe Didier Fassin regt in seinem faszinierenden Buch nun zu einem kritischen Dialog zwischen Philosophie und Sozialforschung an.

Zur Debatte stehen dabei drei Konzepte: Die »Formen des Lebens« untersucht Fassin angesichts der widersprüchlichen Interpretationen von Ludwig Wittgensteins Begriff der Lebensform. Mit der »Ethik des Lebens« beschäftigt er sich unter Bezug auf Walter Benjamins Idee der Heiligkeit des Lebens als höchsten Gutes. Und die »Politik des Lebens« erkundet Didier Fassin im Anschluss an Michel Foucaults Konzept der Biopolitik. Gestützt auf zahlreiche ethnografische Fallstudien, die zeigen, wie Leben in verschiedenen kulturellen und historischen Kontexten betrachtet und erfahren wird, entwickelt Fassin eine kritische Ethnologie gegenwärtiger Gesellschaften.

Aus dem Buch

»Prekäres Leben, wertvolles Leben, ungleiches Leben: drei Gesichtspunkte, um das flüchtige Objekt Leben zu begreifen.«

Pressestimmen

»Nicht leicht, nicht behaglich zu lesen, aber wichtig.«

Johann Schloemann, Süddeutsche Zeitung

»Die Frage nach dem guten Leben ist ein Klassiker der Philosophie. Allerdings beschränkt sich der Verdienst dabei meist auf die eigenen Umstände. Diesen blinden Fleck kenntlich zu machen, ist das große Verdienst des neuen Buchs des Soziologen Didier Fassin.«

Catherine Newmark, Deutschlandfunk Kultur

»Das Buch ist von dichten Fall- und Feldstudien durchzogen, Fassin führt damit die frühen empirischen Arbeiten der Frankfurter Schule der dreißiger Jahre in zeitgemäßer Form fort ... «

Elisabeth von Thadden, Die Zeit 41/2017

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