Svenja Leiber
Das letzte Land - Roman

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CH: 28,50 sFr

Erschienen: 10.03.2014
Gebunden, 320 Seiten
ISBN: 978-3-518-42414-8

Ein Roman über den Klang der Zeit, der ein ganzes Künstlerleben umspannt und fast das gesamte 20. Jahrhundert in Deutschland

 

»Wer Sturm sät, erntet keine Sonne.«

Anfang des 20. Jahrhunderts im deutschen Norden. Ruven Preuk, jüngster Sohn des Stellmachers, verfügt schon als Kind über eine außerordentliche musikalische Begabung: Er sieht Töne, und auf seiner Geige spielt er sonderbare Melodien. Das bringt ihm auf dem Dorf, wo das Leben hart und einfach ist, nicht nur Bewunderung ein. Schließlich erkennt auch der alte Preuk, dass mit seinem Sohn nichts anzufangen ist. Verzweifelt versucht er ihm die Töne aus dem Leib zu prügeln. Dann lässt er ihn ziehen.

In der Stadt lernt Ruven beim Juden Goldbaum, in dessen Enkelin Rahel er sich ebenso verliebt wie in den Glauben an eine strahlende Karriere. Kunst bedeutet Freiheit und Anerkennung, aber die Nazis legen schon die Gewehre an. Als sein Durchbruch unmittelbar bevorsteht, reißt der Zweite Weltkrieg Deutschland in den Abgrund. Und Ruven muss erneut seinen Weg finden, am Ende aller Melodien.

Mit ihrem neuen Buch legt Svenja Leiber einen kapitalen Bildungsroman vor: Während um ihn herum ein ganzes Land in sich zusammenfällt, folgt ein außergewöhnlicher Musiker gegen alle Widerstände seiner Begabung.

 

»Svenja Leiber lässt den Menschen literarisch Gerechtigkeit widerfahren, vor allem jenen, die hilflos vor sich selber sind.« Wend Kässens in der Laudatio zum Werner-Bergengruen-Preis

Aus dem Buch

»Ich glaube noch an Sie, Ruven. Ändern Sie etwas. Versuchen Sie, eine Musik zu spielen, die nach der kommenden Katastrophe fortklingt. Es ist das Einzige, was uns bleibt.«

Pressestimmen

»Leiber erzählt ... in einem Präsens, das in seiner aufgerauhten Kargheit ... irritiert, dessen Intensität aber bald einen Sog entfaltet, dem man sich kaum entziehen kann.«

Sandra Kegel, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Trotzdem ist Das letzte Land ein spannendes Buch, das man einen Bildungsroman, einen Künstlerroman nennen könnte oder ein Panorama eines Jahrhunderts, all das. Vor allem aber ein Buch darüber, was es heißt, zu sehen, wie die eigenen Wünsche nicht erfiillt werden können.«

Margarete Stokowski, Die Welt

»Das letzte Land von Svenja Leiber ist ein Bildungsroman im besten Sinne, ein erzählerisches Plädoyer für die Eigenschaft der Kunst, Widerstandskräfte freizusetzen und zu einem Kompass zu werden, allen Gefährdungen zum Trotz.«

Sabine Zaplin, Bayerischer Rundfunk

»Svenja Leiber hat einen Blick für Menschen, die schwerlich einen Platz im Leben und ein Auskommen mit sich finden können und die kaum über eine Stimme verfügen, um sich bemerkbar zu machen. Die Stimme verleiht Leiber ihnen durch ihre Bücher. Genauso wie sie Landschafen, die eigentlich trostlos sind, ein beinahe magisches Antlitz zu verleihen versteht.«

Wiebke Porombka, Deutschlandfunk

»In Das letzte Land schafft Svenja Leiber ein anschauliches Zeitpanorama – in entscheidenden Momenten versagt ihre Hauptfigur ebenso wie die deutsche Gesellschaft.«

Thomas Andre, Spiegel Online

»Ein eindrucksvoller, ein bedrängender Roman, der einen noch über das Lesen hinaus ins eigene Leben hinein begleitet oder eher verfolgt.«

Gabriele von Arnim, Deutschlandradio Kultur

»Svenja Leiber findet einen eigenen Ton, ein eigentümliches Accelerando und Ritardando des Erzählens, wodurch Details und Figuren in unerhörter Prägnanz zu Geltung kommen. ... Wie Ruven es vermag, die Farben der Klänge zu sehen, so instrumentiert auch Svenja Leiber den Text ihres Erinnerungsbuches.«

Stefan Kister, Stuttgarter Zeitung

»Svenja Leibers Figuren sind keine klassischen Sympathie-Träger, trotzdem fühlt man sich ihnen als Leser verbunden. Vielleicht liegt das auch an der Achtsamkeit und dem Respekt, mit dem Leiber ihr Personal beschreibt.«

Elke Biesel, Kölner Stadt-Anzeiger

»Ein sozial hellsichtiger Roman ..., wie geschaffen, für einen Buchpreis nominiert zu werden... Unterm Strich ist es ein gutes Buch, das viel von Ausstattung, Zeitkolorit und einfühlsamer Sprache weiß.«

René Hamann, neues deutschland

»Die Geschichte des Ausnahmemusikers Ruven umfasst fast die gesamte deutsche Historie im 20. Jahrhundert. ... Leiber ist eine dieser Autorinnen, die immer unter dem Radar fliegen und trotzdem immer tolle Bücher vorlegen.«

zitty Berlin 06/2014

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Kommentare

»›Das letzte Land‹ ist ein berührendes, intensives und überaus gut geschriebenes Buch, das von Liebe und Verrat erzählt, von dem Wunder der Musik, von verpassten Chancen und dem alles verschlingenden Krieg. Ein Buch, von dem ich sagen muss: Es sollte Pflichtlektüre sein.«
Mariki, buecherwurmloch.wordpress.com, 01.09.2015

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