T. S. Eliot
Das öde Land - Englisch und deutsch

Übertragen und mit einem Nachwort versehen von Norbert Hummelt
Das öde Land
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D: 16,80 €
A: 17,30 €
CH: 24,50 sFr

Erschienen: 18.08.2008
Gebunden, 68 Seiten
ISBN: 978-3-518-42022-5

Inhalt

»Verschiedene Kritiker haben mir die Ehre angetan, das Gedicht als Kritik an der Gegenwart zu interpretieren, und haben sogar eine gehörige Portion Gesellschaftskritik hineingelesen. Für mich war es nur das Ventil für einen privaten und ganz belanglosen Grant gegen das Leben; es ist lediglich ein Stück rhythmischer Quengelei.« So wehrt ein Autor, ebenso verständlich wie unangemessen und vergebens, den Ruhm ab, mit dem er für eben dieses Gedicht, The Waste Land, überhäuft worden ist.

The Waste Land (erschienen 1922) ist das Langgedicht des 20. Jahrhunderts, jedenfalls das mit der größten Wirkung in der westlichen Welt. Ein Blick in Norbert Hummelts schwungvoll rhythmische, „direkte“ Neuübertragung und das Original macht ohne weiteres verständlich, warum.

 Der puritanischen Traditionslinie der amerikanischen Literatur – über Emerson, Thoreau, Dickinson und Whitman – folgend, bezieht Eliots bewußt fragmentarisch gehaltenes Krisengedicht den Leser geradezu szenisch mit ein. Es läßt ihn mitarbeiten, innehalten, überlegen: Selbsterforschung - des Lesers mehr als des Sprechenden - ist gefragt. Auch dies hat Das öde Land über all die Jahre hinweg lebendig gehalten.

Pressestimmen

»Eliots Waste Land ist zum modernen Klassiker geworden, grundstürzend und schulemachend zugleich. ... Die dröhnende Leere des endgültig nachmetaphysischen Menschen: zum ersten Mal war sie in heutigen Worten, in der neuen Umgangssprache hörbar geworden, Eliot hatte ihr einen Hallraum verschafft. ... Hierzulande war das Poem bislang in zwei Übersetzungsvarianten erhältlich ... vieles sprach dafür, das Waste Land mit der Unbefangenheit einer neuen Generation ein weiteres Mal anzupacken. ... Hummelts Neufassung ist ein Musterstück mimetischer Übersetzungskunst, sein Vers hält sich strenger an den Duktus des Originals und folgt ihm dabei doch unauffälliger als der seiner Vorgänger.«
Durs Grünbein, Die Zeit, Literatur-Magazin
»Die Übersetzung nimmt die Bewegung und Bewegtheit des ersten Lesens wieder auf und setzt Eliot nicht auf eine Kunstsäule, die mehr Respekt abverlangt. als der Dichter es selbst je wollte.«
Judith Kuckart, Neue Zürcher Zeitung

»Die vorliegende Neuübersetzung wird vom Suhrkamp-Verlag als »Jahrhundertgedicht« bezeichnet. Da ist keinesfalls übertrieben... Man kann Norbert Hummerlt für seine einfühlsame und kluge Übertragung nicht genug danken, ihr so viele Leser wünschen, wie das bei Lyrik nur möglich ist.«

Oliver Höher, Deutsche Sprachwelt Ausgabe 36_Somemr 2009

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