György Konrád
Das Pendel - Essaytagebuch

Aus dem Ungarischen von Hans-Henning Paetzke
Das Pendel
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D: 21,90 €
A: 22,60 €
CH: 31,50 sFr

Erschienen: 12.10.2011
Gebunden, 244 Seiten
ISBN: 978-3-518-42252-6

Inhalt

»Den vorangegangenen Götzen haben wir gestürzt, und gekommen ist die Chimäre des Fanatismus.«

Mit präziser Imagination und analytischer Skepsis blickt György Konrád, Dichter und Chronist, auf die Gegenwart. Im Licht der todbringenden Erlebnisse seiner Kindheit, der blutig gescheiterten ungarischen Revolution von 1956 und der bleiernen Zeit danach erscheinen auch der Umbruch von 1989 als Scheinsieg und die aufbrechenden Energien im rechten politischen Spektrum seines Landes als Menetekel einer sich wiederholenden Vergangenheit. Erneut scheint es keinen Fortschritt zu geben und bei der Teilung in Mächtige und Ohnmächtige bleiben zu müssen. Das Personal der Geschichte wechselt, aber hinter gewendeten Masken brodelt der Haß, machen sich die immergleichen alten Kräfte, Despoten und Helfershelfer, bemerkbar.

Ein zeitdiagnostisches und ein Warnbuch also und doch auch ein Buch der Courage und der Glückserfahrung, voller Hoffnung, daß der Einzelne im Strom des »Unaufhörlichen« sich wird behaupten können.

Pressestimmen

»Berührend am Pendel sind die Passagen über Ehefrau und Familie. ... Es ist ein Impressionismus der kleinen Freuden, zu denen auch das Gläschen in der Kneipe, der Blick in den Himmel und der Gang durch die Stadt gehört. Hier glaubt man György Konrád, dass er, dem Auschwitz vorbestimmt schien, der den Sozialismus und die anstrengende Tätigkeit eines klassischen Intellektuellen überstand, ein glücklicher Mann geworden ist.«

Jörg Plath, Deutschlandradio Kultur

»Unbegrenzt scheint der geistige Horizont in diesem Buch eines brillanten ungarischen, mehr noch: urbanen Schriftstellers.«

Walter Hinck, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Wohin auch immer, in der Heimat oder im Ausland, die Lebenswege oder die Gedanken ihn führen - György Konrád erweist sich in jeder Situation als ein genauer Betrachter und scharfsinniger Beobachter, dabei allerdings stets auf sichere Distanz zu den Gegenständen seines Interesses bedacht.«

David Axmann, Wiener Zeitung

»Dies ist ein aufrichtiges Buch … ein unbequemes und psychologisch scharfsinniges, ein gelassenes und virtuos erzähltes.«

Nicole Henneberg, Basler Zeitung

»Ein ausserordentliches Buch verklärt diesen Herbst. Es erzählt uns vom Leben und findet eine Sprache, die sich wie von selber trägt.«

Martin Meyer, Neue Zürcher Zeitung

Audiobeiträge

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