Dietmar Dath, Barbara Kirchner
Der Implex - Sozialer Fortschritt: Geschichte und Idee

Der Implex
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Erschienen: 13.02.2012
Broschur, 880 Seiten
ISBN: 978-3-518-42264-9

»Dath & Kirchner verfügen zweifellos über ein herausragendes geistiges Munitionsdepot.«

Arno Orzessek, Deutschlandradio Kultur

 

Inhalt

Morgen wird alles besser: An dieser Parole erkennt man seit der Aufklärung die Anhänger des sozialen Fortschritts, während die der Finsternis bellen, daß früher alles besser gewesen sei. Die einen setzen auf Wissenschaft und Technik, damit Freiheit, Wohlstand, Bildung und Schönheit sich mehren, die anderen auf Tradition, Blut, Boden, Familie, Vaterland und sonstigen Urväterhausrat, damit alles nicht noch schlimmer werde, als es ohnehin schon ist.
Dieses Buch behauptet, daß jede Zeit, jede Handlung, jeder Gedanke tatsächlich mehr Möglichkeiten der Selbstverbesserung enthält, als man auf den ersten Blick sieht. Den inneren Zusammenhang dieser verborgenen Freiheitsgrade nennt das Buch »Implex«. Das Wort bezeichnet ein Modell, mit dem man erklären kann, wie Fortschritt in den Mühen tatsächlicher Menschen verwirklicht wird. Es macht verständlich, warum nur Epochen, die sich bestimmte Irrtümer erlauben, auch bestimmte Wahrheiten finden können, und es zeigt, daß die Aufklärung der Gegenwart Werkzeuge der Emanzipation vererbt hat, von denen sie selbst gar nichts wußte. Es verdeutlicht schließlich, was an dieser Lehre und anderen praktischen und theoretischen Hinterlassenschaften der historischen Linken wertvoll bleibt – bis heute.
Auf dem Weg zu diesen Resultaten unternimmt das Buch Reisen durch realistische Forschung und phantastische Kunst, stellt bekannte und unbekannte Revolutionen, Kriege, Formen des Unrechts und des Widerstands dar und öffnet die Sicht auf Zeitabschnitte, von denen gar nicht so leicht zu entscheiden ist, ob sie Zukunft sind, Vergangenheit oder Gegenwart.

Pressestimmen

»Der Text ist eine lustvolle intellektuelle Spielerei, immer stark, wenn er klassische Ideologiekritik übt (und gleichzeitig zeigt, was darin alles nicht aufgeht) und über das Unfreie im Kapitalismus aufklärt – gute Literatur eben.«

Jörg Später, Süddeutsche Zeitung

»Den Fortschritt zu überwinden ist noch eine Utopie. Doch mit ihrem vielschichtigen Roman hauchen Barbara Kirchner und Dietmar Dath dem Prinzip Hoffnung wieder neues Leben ein.«

Cornelius Janzen, www.3sat.de

»Dath und Kirchner beherrschen ihren Stoff und es macht Spaß,ihnen zuzuhören, wie es auch Spaß macht, sich an einer beliebigen Stelle ins Monumentalwerk Der Implex zu versenken...Ein System, das Dietmar Dath hervorbringt, hat jedenfalls noch Blut in seinen Adern.«

Andreas Rosenfelder, welt.de

»Der Implex…ist ein Studienbuch..zum immer wieder neu Anfangen, zum Mitten-drin-Beginnen, zum Erforschen einiger Begriffe.. zum Durchfahren ganzer Thementiefseen. Das Buch ist ein Symptom und hat »Schläfer«qualität: Es denkt im Land.«

Arnold Schölzel, junge Welt

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