Robert Schindel
Der Kalte - Roman

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CH: 35,50 sFr

Erschienen: 18.02.2013
Leinen, 660 Seiten
ISBN: 978-3-518-42355-4

»Ein großartiger, trauriger, spannender, tröstender Epochenroman...«

Maxim Biller, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Eine Auseinandersetzung mit Österreichs politischen Mythen, den Versuchen des Vergessens und der Angemessenheit von Erinnerung

Österreich in den »Waldheimjahren« zwischen 1985 und 1989. Drei »Kulturkämpfe« toben nebeneinander und sind doch untrennbar miteinander verbunden: der Kampf um einen neuen Staatspräsidenten, der Kampf um ein Antifaschismusdenkmal und der Kampf um das Theater, »die Burg«. Und inmitten dieser Auseinandersetzungen kämpft ein Einzelner, kämpft gegen das Vergessen und Verdrängen der NS-Zeit: der Spanienveteran und KZ-Überlebende Edmund Fraul. Dieser Fraul ist das Zentrum aller Bewegung: Dem Lager nie entkommen, bis ins Mark kalt, merkt er selbst, dass er Gefühle nicht äußern, nicht einmal spüren kann. Bis er auf seinen ziellosen Wanderungen durch Wien einem ehemaligen KZ-Aufseher begegnet und mit ihm ins Gespräch kommt: über Auschwitz.
In seinem lang erwarteten zweiten Roman nach Gebürtig führt uns Robert Schindel erneut in den Wiener Kosmos: in eine Welt politischer, künstlerischer und menschlicher Gegensätze, Feindschaften, Amouren, Bindungen und Zerreißproben. In ein Geflecht von Tragödien und Liebesgeschichten, die so gut glücklich enden können wie tödlich. Figurenreich und vielperspektivisch ist dieser Roman, weltstädtisch und detailverliebt, so kämpferisch wie sanft und von großer sprachlicher Schönheit – und getragen von der Hoffnung, dass Blut und Wärme einer neuen Zeit in die gefrorenen Charaktere und in den Körper einer veränderten Gesellschaft zurückkehren. ...

»Ein großartiger, trauriger, spannender, tröstender Epochenroman...«

Maxim Biller, Frankfurter Allgemeine Zeitung

 

Eine Auseinandersetzung mit Österreichs politischen Mythen, den Versuchen des Vergessens und der Angemessenheit von Erinnerung

Österreich in den »Waldheimjahren« zwischen 1985 und 1989. Drei »Kulturkämpfe« toben nebeneinander und sind doch untrennbar miteinander verbunden: der Kampf um einen neuen Staatspräsidenten, der Kampf um ein Antifaschismusdenkmal und der Kampf um das Theater, »die Burg«. Und inmitten dieser Auseinandersetzungen kämpft ein Einzelner, kämpft gegen das Vergessen und Verdrängen der NS-Zeit: der Spanienveteran und KZ-Überlebende Edmund Fraul. Dieser Fraul ist das Zentrum aller Bewegung: Dem Lager nie entkommen, bis ins Mark kalt, merkt er selbst, dass er Gefühle nicht äußern, nicht einmal spüren kann. Bis er auf seinen ziellosen Wanderungen durch Wien einem ehemaligen KZ-Aufseher begegnet und mit ihm ins Gespräch kommt: über Auschwitz.
In seinem lang erwarteten zweiten Roman nach Gebürtig führt uns Robert Schindel erneut in den Wiener Kosmos: in eine Welt politischer, künstlerischer und menschlicher Gegensätze, Feindschaften, Amouren, Bindungen und Zerreißproben. In ein Geflecht von Tragödien und Liebesgeschichten, die so gut glücklich enden können wie tödlich. Figurenreich und vielperspektivisch ist dieser Roman, weltstädtisch und detailverliebt, so kämpferisch wie sanft und von großer sprachlicher Schönheit – und getragen von der Hoffnung, dass Blut und Wärme einer neuen Zeit in die gefrorenen Charaktere und in den Körper einer veränderten Gesellschaft zurückkehren.

Pressestimmen

»Der Kalte ist ein Roman über eine Gesellschaft, die sich vor sich selbst fürchtet und gerade deshalb diese so vehement wie verbissen verteidigt. Insofern ist es auch ein Gegenwartsroman über unsere seltsam starre Selbstverteidigergesellschaft.«

Dirk Pilz, Frankfurter Rundschau

»Es gelingt Schindel, auch außenstehende Leser immer wieder von neuem zu fesseln und sie so ins Geschehen einzubeziehen, dass sie sich vor einer Stellungnahme nicht zu drücken vermögen.«

Klara Obermüller, Literarische Welt

»Der Kalte ist ein hervorragender Roman über Wien, aber auch ein Österreich-Panorama. Und ein Bericht über den Schmutz der Politik. Das abwesende Gute bleibt denkbar.«

Helmut Schödel, Süddeutsche Zeitung

»Die Vielfalt der uns in diesem zweiten großen Roman von Robert Schindel begegnenden Perspektiven ist außerordentlich, gestützt auf ein erzählerisches Potenzial, dessen Einfallsreichtum seinesgleichen sucht.«

Wolf Scheller, Jüdische Allgemeine

»Das ist spannend und humorvoll erzählt, aus verschiedenen Perspektiven, in Parallelgeschichten, lebendigen Dialogen und sprachlich eindringlichen Bildern ... Der Kalte ist Theaterroman ebenso wie Liebesgeschichte, Politthriller und psychologische Studie zum Verhältnis Männer und Frauen, Väter und Söhne, Täter und Opfer.«

Carsten Hueck, Deutschlandradio Kultur

»Es gibt überhaupt kaum Gute in diesem Buch, und damit ist eine seiner wesentlichen Stärken benannt: Von moralischenSchwarz-Weiß-Kontrasten, die etwa das antifaschistische Lager in gleißenden Lichterganz und seine rechten Opponenten in düsterste Schatten tauchte, hält sich Schindel fern.«

Bruno Jaschke, Wiener Zeitung

»Der Roman ist in gewisser Weise ein Schlüsselroman um die Hintergründe der >Waldheim-Affäre<, der im Buch >Wais< heißt. Schindeis Roman reicht aber weiter. Er thematisiert nicht nur die Aspekte Erinnern und Vergessen, sondern belegt, dass ... wir uns eingestehen müssen, dass das, was uns immer wieder beschäftigt, die Rückkehr des Verdrängten ist.«

Michael Kerbler, Österreichischer Rundfunk

»Indem er ins Innere einer urbanen Kultur eintaucht, es genau, aus allen nur erdenklichen Perspektiven schildert, um das Ganze schließlich von außen und somit distanziert zu betrachten, erweist sich Der Kalte als ein Stück gelungener Trauerarbeit: Von einer widersprüchlichen, durch nichts zu verklärenden Kultur, deren Zeit unwiderruflich abgelaufen ist, ist Abschied zu nehmen.«

Micha Brumlik, konkret 5/2014

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