Swetlana Alexijewitsch
Der Krieg hat kein weibliches Gesicht

Aus dem Russischen von Ganna-Maria Braungardt
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Erschienen: 08.08.2015
suhrkamp taschenbuch 4605, Taschenbuch, 359 Seiten
ISBN: 978-3-518-46605-6

Spiegel Bestseller Taschenbuch
 

Die weibliche Geschichte des Krieges

»Ganze Züge voller Frauen gingen an die Front«, erinnert sich eine ehemalige Rotarmistin im Gespräch mit Swetlana Alexijewitsch. »Es waren nicht mehr genug Männer da. Sie waren gefallen. Lagen unter der Erde oder waren in Gefangenschaft.« Die Frauen waren »bereit, für die Heimat zu sterben. So waren wir erzogen.« Sie waren nicht nur Ärztinnen und Krankenschwestern, sondern auch Fliegerinnen, weibliche Scharfschützen und Panzersoldaten. Und sie waren jung: »Ich war noch so klein, als ich an die Front ging«, erzählt eine ehemalige Scharfschützin, »dass ich im Krieg noch gewachsen bin.« Und sie waren für ihr Leben traumatisiert.

Sie erzählen der Autorin vom Tod und vom Töten, von Blut, Dreck und Läusen, von Kriegsverbrechen, von Verwundungen, Schmerzen, Hunger und miserabler Ausrüstung – und wie man sie vergessen hat, als es nach dem Krieg darum ging, die »Helden« zu feiern.

Das erschütternde Dokument einer ausgeblendeten Seite des Zweiten Weltkriegs: Rund eine Million Frauen haben in der Roten Armee gekämpft. Swetlana Alexijewitsch lässt sie zu Wort kommen.

Aus dem Buch

»Ich schreibe keine Geschichte des Krieges, sondern eine Geschichte der Gefühle von Menschen im Krieg.«

Pressestimmen

»Dieses Buch ist das erste der im letzten Jahr mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichneten russischen Schriftstellerin, und schon hier beweist sie, dass man ihr den Preis – über vierzig Jahre später – zu Recht verliehen hat.«

Frank Raudszus, egotrip.de

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