Andreas Maier
Der Ort - Roman

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Erschienen: 09.05.2015
Gebunden, 154 Seiten
ISBN: 978-3-518-42473-5

»Die zärtlichste Entfremdung, seit es Heimatromane gibt.«

Christian Metz, Frankfurter Allgemeine Zeitung

 

Inhalt

Erste Liebe, das erste Bewusstsein, der erste Entwurf der eigenen Person

Der Beginn der Liebe ist der Beginn der Macht. Die einen kommen in Frage, die anderen nicht. Selbst wenn sie, noch einmal wie Kinder, Gummitwist spielen, wissen sie doch bereits um ihre eigene Schönheit, denkt der Erzähler, der im Zimmer seines verstorbenen Onkels sitzt und an einer »Ortsumgehung« schreibt, während sie draußen die Landschaft planieren und ganz konkret eine Ortsumgehung bauen. Und in seiner Vorstellung geht er noch einmal einen Spaziergang, den er Jahrzehnte zuvor oft gegangen ist, als das Steinerne Kreuz noch nicht mitten im Ort, sondern noch draußen auf dem Feld mitten in der Wetterau stand. Und als die Mädchen Gummitwist spielten. Er erinnert sich an die Liebe zu Katja Melchior und an die erste Nacht mit dem Mädchen.

»Alles war gut. Hätte man mich in diesem Augenblick getötet, wäre ich in einem vollkommen geheilten Zustand zum lieben Gott gekommen …«

Aus dem Buch

»Wir hätten uns in diesem Augenblick lösen und auseinanderstreben können, ohne uns ein weiteres Mal anzuschauen, und wir wären wie aufgeladen ... von uns selbst als einzelne Monaden durch die Welt weitergelaufen, aber in kompletter Einheit mit dieser.«

Pressestimmen

»Andreas Maiers Archäologie des Heimatgefühls birgt viele verstörende Geschichten rund um das ›Wetterauer Blau‹, diesen mittelhessischen Kosmos aus zerbrochenen Biografien und zersiedelter Landschaft. Am Ende, so hat der Autor angekündigt, wird er bei dem Teufel und dem lieben Gott landen. Es lohnt sich, ihn dabei zu begleiten.«

Michael Braun, Neue Zürcher Zeitung

»Die Melange aus Selbstanalyse, Größenwahn und einem knochentrockenen Sinn für Komik hat sich als perfekt erwiesen.«

Ina Hartwig, DIE ZEIT

»Freuen wir uns auf Maiers ›Stadt‹, ›Kreis‹, ›Gegend‹, oder wo auch immer er seine Selbsterkundung fortsetzen wird.«

Jörg Magenau, Süddeutsche Zeitung

»Der Ort ist ein erzählerischer Essay, nachdenklich und melancholisch.«

Tobias Becker, KulturSPIEGEL Mai 2015

»Das Besondere bei Maier ist, wie unauflösbar dieses Ich mit seiner Umgebung verbunden ist, mit dem geographischen Ort, bestimmten Lokalitäten, der Natur. Insofern ist dieses große Projekt namens Ortsumgehung nicht nur eines der Erinnerung und der Selbsterkundung, sondern auch eine faszinierende literarische Heimatkunde.«

Andreas Wirthensohn, WDR 3

»Kühl mag der schmale Roman in Satzstruktur und Wortwahl wirken. Doch steckt seine Kraft in genau solchen Sätzen. Wer die ersten drei Teile des Roman-Zyklus noch nicht kennt, wird sie lesen wollen, und auf die Fortschreibung wartet man nun neugierig.«

Regula Freuler, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag

»Der Schriftsteller Andreas Maier setzt mit dem Roman Der Ort seine großartige Erinnerungssaga fort über die Wetterau, seine Kindheit und Jugend in Hessen.«

Denis Scheck, ARD Druckfrisch

»Maier schreibt, wenn man so will, an einer zeitgenössischen Suche nach der verlorenen Zeit, an einer modernen Éducation sentimentale, an einer Welt von gestern. ... wenn wir diese Bücher lesen, begegnen wir uns auch selber, wir sehen uns größer werden neben dem Kind Andreas und wir werden Teil dieser Geschichten, durch die wir blättern wie in einem Familien-Fotoalbum.«

Bernd Noack, Nürnberger Nachrichten

»Wie Maier die spezielle An- und Hackordnung im Partykeller schildert, das ist so eindringlich und fast beklemmend beschrieben, dass jedem Leser sofort Erlebnisse aus der Jugend einfallen. Andreas Maier seziert solche Gefühlszustände lakonisch und oft unbarmherzig wie im Mikroskop … Die Bilder gewinnen dadurch erst ihre atmosphärische Dichte.«

Focus Online

»Es ist ein eindringliches Buch, das mich vom ersten Absatz an gefangen genommen hat. Die Natur- und Milieubeschreibungen, der Kampf des Helden gegen die Welt und sich selbst. Es hat mich zurückgeleitet in die Zeit meiner eigenen Pubertät. Ich habe Empfindungen erinnert, Haltungen, Posen, die ich längst vergessen hatte. Das ist einfach bezaubernd.«

Frank Statzner, Hessischer Rundfunk

»Mit der Innensicht, aus der heraus Andreas Maier schreibt, legt er das Wunder frei: in seiner Schönheit, Größe - und seinen Gefahren sowie seiner lachhaften Absurdität zugleich.«

Dierk Wolters, Frankfurter Neue Presse

Videobeiträge

Nachrichten

Kommentare

»Vielleicht bis dato der beste Band dieser exzellenten hessischen Heimatgeschichte.«
Connie Haag, ekz.bibliotheksservice, 17.06.2015

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