Andrzej Stasiuk
Der Osten

Aus dem Polnischen von Renate Schmidgall
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CH: 32,90 sFr

Erschienen: 08.02.2016
Gebunden, 297 Seiten
ISBN: 978-3-518-42535-0
Auch als eBook erhältlich

Inhalt

Zurück von der Reise, lauscht Andrzej Stasiuk des Nachts hinaus in die Weite: Was ist das, der Osten, dieses »Reich der Wunder«, das ihn magisch anzieht? Dieses Kontinuum, dessen Erschütterungen von Kamtschatka bis an die Elbe zu spüren sind. Ostpolen, die Heimat, aus der seine Eltern vertrieben wurden? Der Osten namens Sowjetkommunismus, dessen Präsenz die Gesellschaft, in der er aufwuchs, kontaminiert hatte?

Dies ist Stasiuks großes Buch über »den Osten«: Eine Summe seines Reisens und Schreibens – niedergelegt in einem epischen Strom, hinreißend erzählten Episoden und Epiphanien. Nie hat er bitterer über den »deutschen Osten« im eigenen Land geschrieben: jenes Territorium, auf dem die Nazis Gaskammern errichteten.

Aus der Vogelschau blickt er auf sein Leben, das Gewirr aus Wegen und Routen, in dem ein Kindertraum von China sich mit dem Glücksgefühl in der Wüste Gobi kreuzt. Osten – so könnte eine Quintessenz des neuen Buches lauten – ist keine Himmelsrichtung, sondern die Verheißung einer Dimension jenseits der vom Grauen der Vergangenheit unterminierten europäischen Landschaften. Wie Stasiuk die Strahlkraft der Transzendenz beschwört, erinnert an die poetische Kraft der Welt hinter Dukla – nur dass diese Welt weiter geworden ist.

Pressestimmen

»In Stasiuks neuem Buch ... bleibt das Geheimnis um die eigenwillige Art seines Schreibens, seinen besonderen Aufmerksamkeitstypus bestehen.«

Hans-Peter Kunisch, Süddeutsche Zeitung

» … temporärer und kostbarer Sieg des sterblichen Individuums über die Zeitlosigkeit des Vergessens und die grauenhafte Indifferenz menschenleerer Räume. Was für ein Buch!«

Marko Martin, Die Welt

»Mit beeindruckender sprachlicher Kraft und genauer Beobachtungsgabe nimmt Stasiuk die Leser mit ... «

Karen Schröder, Freie Presse

»... ein elegisches Meisterwerk ...«

Mathias Schnitzler, Berliner Zeitung
»... ein Reisebuch par excellence: Landschafts-, Seelen- und Kindheitsreise. ... das Buch [steckt] zugleich so voll jäh blitzender Lichter, entzündet an Beobachtungen, Landschaft, Menschen, Dingen.«
Erhard Schütz, der Freitag

» ... eine poetische-sensible und analytisch-vielschichtige Betrachtung darüber, wie sich Geschichte in Materie transformiert und wie diese Materie bis heute die Identität von Menschen formt.«

Mirko Schwanitz, NDR

»Ganz große Prosa auf jeden Fall, die ein fahles Licht auch auf den Westen wirft.«

Tobias Heyl, Falter 11/2016

»... eine lohnenswerte Lektüre.«

Zeilensprünge

»Ein wunderbares Buch ...«

Wien Spiegel 2/2016

»MIt einer grandiosen Sprache – von Renate Schmidgall bestens in Deutsche übertragen – beweist Stasiuk einmal mehr seine Virtuosität.«

Thomas Mahr, Lesart 1/2016

Audiobeiträge

Nachrichten

Kommentare

»›Der Osten‹ ist wieder ein großartiges Buch von Stasiuk, eine wahre Lesefreude; insbesondere für all jene, für die Poesie und Minimalismus, Reisen und Heimat, Endlichkeit und stoische Lebensfreude hervorragend gut zusammenpassen.«
Anne-Kathrin Weber, leserleben.blogspot.de, 24.08.2016

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