Ann Cotten
Der schaudernde Fächer - Erzählungen

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Erschienen: 07.10.2013
Gebunden, 251 Seiten
ISBN: 978-3-518-42389-9
Auch als eBook erhältlich

»So könnte die Revolution aussehen: Nach dem Ordentlich-Schreiben des literarischen Realismus kehrt mit Ann Cotten die wilde, hermetische Provokation in die deutsche Literatur zurück.«

Ijoma Mangold, DIE ZEIT

 

Inhalt

»Ein paar Geliebte hatte ich, die wie Teeschalen waren, in die ich mich jeden Abend vertiefen wollte.« Die das sagt, ist nicht die Sorte Mensch, sich von Rührung beeindrucken zu lassen. Aber der traurige Student im Pierrotkostüm fällt ihr auf. Und als er eines Abends auf der Treppe vor ihr sitzt, nimmt sie ihn mit.

Der Hof einer japanischen Universität, ein abgelegenes Dorf in der Ukraine, Berliner Clubs, ein Bus, der sich seinen Weg durch die nächtliche algerische Wüste sucht – das sind nur ein paar der Orte, an denen die Helden dieser Erzählungen unterwegs sind, immer in den einen oder anderen Anblick versunken, immer bereit, vor der Liebe die Flucht zu ergreifen, um der Schönheit selbst ins Gesicht zu sehen.

Schwungvoll spannt Ann Cotten einen schillernden Fächer auf – aquarellierte Seegurken auf der einen Seite, auf der anderen Menschen in Liebeswirren. Die Wendigkeit ihrer Lyrik findet sich auch in diesen Erzählungen: Sie sind verspielt und zynisch, offenherzig und doch unwiderstehlich.

Aus dem Buch

»… aber sobald die obere Hälfte der Augenlider zugeht, fängt gefährliches Chaos an.«

Pressestimmen

»In ihrer Prosa ... sucht Ann Cotten nach einer Erzählform, die es mit dem Sprunghaften des Lebens aufnehmen kann und eine Sinnlichkeit entfaltet, deren Kern die Sprachlust ist.«

Lothar Müller, Süddeutsche Zeitung

»Cottens erster Erzählband ''Der schaudernde Fächer' stockt stattdessen, ungeniert akademisch, rasant verstiegen und auf eine feine Art wild.«

Mareike Nieberding, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

»Cottens Sprache verzaubert durch Entgrenzung. Jede Impression wird mit einem poetischen Schleier überzogen. Der Leser wird einer 'intimen Wörterwelt' gewahr, die nichts an ihrem Platz, sondern alles durch Metaphern, Sprachspielereien und Assoziationen entgleiten lässt.«

Björn Hayer, Der Tagesspiegel

»Ann Cotten geht in ihrem Buch neue Wege des Erzählens ... Cottens sprachliche Kunstwerke haben oft die dichterische Produktion zum Thema: Ihre Lyrik ist poetologische Lyrik, ihre Prosa könnte man mit einem etwas in Vergessenheit geratenen Begriff als expressionistische Reflexionsprosa bezeichnen.«

Jan Wiele, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Hier wird mit Witz und Wissen, Intuition und hintersinnigem Denken an etwas gearbeitet, das das Feld der Literatur umpfl ügt, damit Neues und anderes und – warum nicht? – auch Schöneres darauf wachse.«

Jochen Jung, DIE ZEIT

»Ann Cottens Erzählungen gehören zu den kostbaren Stücken Literatur, mit denen man reicher wird, umso öfter man sie liest.«

Daniela Weiland, Bayerisches Fernsehen

»Ann Cottons neuer Erzählband Der schaudernde Fächer ist enormer literarischer Kraftakt und Mutprobe in einem. Der Schreibstil ist heftig, wild, obszön, aber mindestens genauso sanft und zärtlich.«

Michaela Schmitz, deutschlandfunk.de

»Der kluge Einwurf, das schräge Bild, die scharfe Pointe, die zielgenauen Abwege: Diese Autorin hat eine schillernde Palette. Gegen Pathos und Sentimentalität wappnen sie ihre Wachheit und ihr Witz, mit denen sie Ambivalenzen gelten und funkeln lassen kann.Diese Literatur ist auf der Höhe der Zeit, deren Untiefen sie gut kennt und gern ins Visier nimmt.«

Jochen Jung, Die Presse, Wien

»… denn genau darum geht’s: dass Denken Zärtlichkeit ist.«

Martin Fritz, The Gap

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