»Schöner kann man den Monat Dezember nicht erkunden - Gerhard Richter fotografiert den Schnee, und Alexander Kluge erzählt am Kamin«
Florian Illies, Die Zeit
»Denn im Besitz dieser Lektüre kann man sich glücklich schätzen, da man sicher nicht die Zeit selbst, aber etwas sehr Wertvolles in den Händen hält: eine Waffe gegen die Langeweile, gegen das Vergessen und gegen das Wetter.«
Susanne Stroh, art-magazin.de
»Es sind Bilder, die eine Kulturlandschaft wieder in eine prä- oder posthistorische Undurchdringlichkeit verwandeln. Aber indem sie mal so nah an die Bäume herangehen, dass alles Gegenständliche autonom wird, mal eine Distanz wahren, die Wald in ein Rebus – ein Bilderrätsel – verwandelt, entsprechen sie auch dem Verfahren von Alexander Kluge, der den russischen Kriegswinter ebenso vergegenwärtigt … Dezember 2010, mit diesem Datum darf man jetzt ein Schatzkästlein datieren, das zu den immerwährenden Winterbüchern der deutschen Literatur gehören wird.«
Hermann Wallmann, WDR 3
»Ehe er von der Entstehung des Dezember, Kalendern überhaupt und den Tücken von Kalenderreformen erzählt, öffnet Kluge vom 1. Bis zum 31. Dezember Türchen, durch die Kluge-Geschichten eintreten. Sie handeln von aussichtslosen Projekten an der Ostfront im Winter 1941, von Gorbatschow vor seinem Rücktritt im Dezember 1991, von einem Fast-Unfall Hitlers 1931 bei der Rückfahrt von Goebbels‘ Hochzeit in Mecklenburg. … Sie schmuggeln fiktive Personen, Ereignisse und Nachrichten in die Kalender der Vergangenheit und jüngsten Gegenwart. Die Religion wird hier von außen betrachtet. Darum gibt es keinen Advent.«
Lothar Müller, Süddeutsche Zeitung
»Es sind Anekdoten, Parabeln, Fakten. Der Winter, die Zeit, die Moral bilden die Themen für diese Auszeit des Jahres, denen Gerhard Richter seine kühl starrenden, seriellen Impressionen entgegenstellt. Geschichtsstunde, Literatur, Kunst, alles gleichermaßen enthält und ist dieses Buch. Ein Pflichtkauf, gerade im Dezember.«
Holger Liebs, monopol 12/2010