Rodrigo Hasbún
Die Affekte - Roman

Aus dem Spanischen von Christian Hansen
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Erschienen: 07.08.2017
Gebunden, 142 Seiten
ISBN: 978-3-518-42764-4
Auch als eBook erhältlich

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Inhalt

Im Nachkriegsmünchen ist er verfemt, und so geht er mit Frau und den drei Töchtern nach Bolivien, der exzentrische Hans Ertl, einst Riefenstahls erster Kameramann und Rommels ›Leibphotograph‹. Doch auch das neue Leben ist reich an Spannungen, und für seine nächste Expedition, die Suche nach der verlorenen Inkastadt Paititi, muss die ganze Familie einen hohen Preis zahlen. Insbesondere Monika, die älteste Tochter und ihrem Vater frappierend ähnlich, scheint jeden Halt zu verlieren. Was als persönliche Sinnkrise beginnt, wird zu ihrer politischen Radikalisierung führen und sie zu immer extremeren Maßnahmen treiben. 

Rodrigo Hasbún hat eine spektakuläre historische Episode zu einem hochexplosiven Kammerspiel verdichtet. Er erzählt von den Hoffnungen und Ernüchterungen einer deutschen Familie im südamerikanischen Exil und von den unentrinnbaren Fliehkräften der Geschichte.

Im Original erschienen unter dem Titel Los Afectos (Penguin Random House Grupo Editorial).

Die Übersetzung aus dem Spanischen wurde mit Mitteln des Auswärtigen Amtes unterstützt durch Litprom e. V. – Literaturen der Welt.

Pressestimmen

»[Es geht darum], was Sprache vermag. Dass gleich ein Ton getroffen ist, der mitteilt: Hier geht dich etwas an. Hier rumort etwas, das dich beschäftigen will, über die Lebenszeit hinaus und jenseits dessen, was denn im Faktischen verhandelt wird.«

Elke Schmitter, Literatur Spiegel August 2017

Auf nur 140 Seiten gelingt es Rodrigo Hasbún, ohne jede Sentimentalität, aber dennoch feinfühlig eine tragische Familiengeschichte so zu erzählen, wie sie sich abgespielt haben könnte.

Eva Karnofsky, WDR 5

»Rodrigo Hasbún, einer der wenigen bolivianlschen Autoren, die auf Deutsch übersetzt werden, bearbeitet eigenwillig ein aktuelles Thema, indem er die Radlkalisierung einer Jugendlichen zur selbstmörderischen Kämpferin schildert.«

Tina Uhlmann, Berner Zeitung
»Hasbún ist ein stilistisch versierter Erzähler, dem das Kunststück gelingt, Gefühle auf ungefühlige Weise zu erfassen.«
Jutta Person, Süddeutsche Zeitung

» ... ein ganz und gar zeitgenössisches Stück Literatur.«

Martin Halter, Berliner Zeitung

»Hasbún führt uns in die dunkelsten Zonen der menschlichen Existenz, und dieser Roman übt eine beunruhigende Macht aus – ihn zu lesen ist wie die Reise an den Rand eines Abgrundes.«

El País

»Eine Familiengeschichte mit einer Handgranate im Herzen.«

The Guardian

»Ein unglaublich atmosphärisches Buch von gewaltiger Vorstellungskraft, geschrieben mit kühler Lakonie, Eleganz und Empathie.«

NRC Handelsblad

»Ein zutiefst persönliches und politisches Buch.«

DiePresse.com

» ... All das als groß angelegter Familienroman, ein Familienepos eigentlich, spannend und extrem komprimiert erzählt.«

Roland Freisitzer, sandammeer.at 8/2017

»Sowohl aus psychologischer wie auch zeitgeschichtlicher Sichtweise ein ganz toller Roman.«

fachbuchkritik.de 08/2017

Kommentare

»Rodrigo Hasbún ist nicht einfach nur ein guter Schriftsteller, er ist einer der allerbesten!«
Jonathan Safran Foer, 18.05.2017

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